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Portrait

Hans Melbach
(belegt 1476–1511)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1397818662

Melbach, Hans [ID = 21602]

belegt 10.1476–14.7.1511
Vogler, Falkner, Jäger, Jägermeister
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Fast nur Hans, Hensel oder Henselin genannt, ist vielleicht identisch mit Heintze von Melpach, der im Oktober 1476 Landgraf Heinrich III. nach Magdeburg zur Einsetzung des dortigen neuen Erzbischof Ernst von Sachsen begleitet1 und mit dem Waidmann Hans, der Anfang Oktober 1481 auf Hühnerfang in den Hüttenberg geschickt wird2. Der Jäger Hensel ist dann im Dienst Landgraf Wilhelms I. belegt 1485 September 203, 1487 September4, 1489 August/September5. Meister Hensel der Jäger 1491 September 106; landgräflicher Jägermeister 1494 Februar 37, 14998, 15019, 1503 November 2810, 1504 Juli 1811, 150512, 150713, 1508 Mai 1414, 150915, 1510 Januar 1116. Hensel(in) mit seiner Gesellschaft ist neben Schweiß mit seiner Gruppe17 die wichtigste Jägertruppe, die Anfang des 16. Jahrhunderts den Hochwildjagden im Reinhardswald obliegt18. Sie wird noch 1511 Juli 14 genannt19.


  1. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (5/14 Bl. 10).
  2. Rechn. I, Gießen (51/10 Bel.): er war also als Vogler ausgebildet.
  3. Rechn. I, Grebenstein (54/10 Bl. 15): reyt mit dem habich. Er war also auch als Falkner ausgebildet. Er heiratet damals (siehe Hans Marställer).
  4. Ebd. 54/1 Bl. 42.
  5. Rechn. I, Trendelburg (108/8 Bl. 20).
  6. Ebd. 108/10 Bl. 24.
  7. Rechn. I, Reichenbach (87/6 Bl. 45v.).
  8. Rechn. I, Reichenbach (87/11 Bl. 31). – Ebd. Trendelburg (109/2 Bl. 59v.).
  9. Rechn. I, Kassel (69/3 Bl. 99). Wohl identisch mit dem Wildschützen Hensel, der mit dem Wildschützen Schweiß 1501 Juli 10 Landgraf Wilhelm II. begleitet (Rechn. I, Spangenberg 102/7 Bl. 31v.), denn beide werden mehrfach zusammen genannt.
  10. Rechn. I, Felsberg (47/6 Bl. 58): er liegt mit 14 Personen zu Melgershausen (zur Jagd im Quiller).
  11. Rechn. I, Butzbach (36/5d Bel.): Ludwig von Boyneburg, Statthalter an der Lahn, befiehlt dem Butzbacher Kellner Gottfried [von Wenings], das Jagdzeug dorthin, wo es der Jägermeister Hensel haben will, führen zu lassen und nichts dabei zu versäumen, da dem Landgrafen daran gelegen sei. Das wil mich ampts halben zu dir mit ernst verlaißen!
  12. Rechn. I, Homberg/O. (67/34). – Ebd. Grebenstein (58/2 Bel. zu 1505 s. d.): der Jägermeister Hans mit seiner Gesellschaft.
  13. Rechn. I, Kasssel Kammerschreiber (Kasten 17 Nr. 3 Bel. 1507 s. d). Hier erscheint er das einzige Mal mit vollen Namen: Meister Hans Melbach.
  14. Rechn. I, Spangenberg (103/4 Bel. 45 v.): 29 ½ alb. verzehren die Jägermeister Hensel [und] Jakob mit 2 Förstern und einem Jägerknecht.
  15. Rechn. I, Lichtenau (72/3 Bel. zu August 10/16): es kommen die Jägermeister Hensel und Jakob mit ihren Knechten und Hunden. – Ebda. Spangenberg (103/13 Bel. zu November 20): es erscheint der Jägermeister Hensel mit Förstern und Jägerknechten.
  16. Rechn. I, Spangenberg (103/13 Bel.): es handelt sich um einen Zehrungszettel der Jägermeister Hensel und Jakob [Schweiß].
  17. Siehe dort.
  18. Rechn. I, Grebenstein (57/1, 57/2 u.a.).
  19. Ebd. 57/7 Bl. 25v.: Henselin mit siner geselschap ist zwar wohl identisch mit meister Hans mit siner geselschap, die im August den Reinhardswald bejagt (ebd. Bl. 26), doch kann auch in diesem Fall ebensowenig wie bei den Jägermeistern und Jägern, Jakob, Jakob Schweiß und Peter (siehe dort) ausgeschlossen werden, daß mit Hans, Hensel und Henselin nicht eine, sondern zwei oder gar noch mehr Personen gemeint sind.

Literatur