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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118597779
Raff, Joseph Joachim [ID = 21352]
- * 27.5.1822 Lachen/Schweiz, † 24.6.1882 Frankfurt am Main, Begräbnisort: Frankfurt am Main Hauptfriedhof, katholisch
Komponist, Musikpädagoge - Wirken ↑
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Werdegang:
- autodidaktisch musikalische Ausbildung
- 1840-1844 Lehrer in Rapperswil, anschließend in Zürich
- durch Vermittlung von Felix Mendelssohn-Bartholdy erste Publikation von Klavierstücken
- 1845 Bekanntschaft mit Franz Liszt, Arbeit in einem Musikaliengeschäft in Köln
- 1848-1849 in Stuttgart
- 1849-1856 Assistent von Franz Liszt in Weimar
- danach Klavierlehrer und Komponist in Wiesbaden
- 1863 mit seiner 1. Symphonie Gewinn eines Preisausschreiben der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, zunehmender Erfolg seiner Werke
- 1873 Erstaufführung seine Klavierkonzertes mit Hans von Bülow als Solisten in Wiesbaden
- 1877 Gründungsdirektor an „Dr. Hoch’s Konservatorium“ in Frankfurt
- 1878 Berufung von Clara Schumann an das Konservatorium
- nach seinem Tode gründeten auf Initiative von Hans von Bülow einige Lehrkräfte im April 1883 das „Raff'sche Konservatorium“, das bis 1923 bestand
- galt zu Lebzeiten als einer der gefragtesten Komponisten des deutschen Kulturraums
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Netzwerk:
- Liszt, Franz <Freund>, GND, * Raiding 22.1.1811, † Bayreuth 31.7.1886, Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller
- Bülow, Hans von <Freund>, (1830-1894), Dirigent, Komponist
- Joachim, Joseph <Freund>, (1831-1907), Violinist, Dirigent und Komponist
- Wilhelmj, Maria <Schülerin>
- Familie ↑
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Vater:
Raff, Franz Joseph, GND, 1789–1861, Musiklehrer
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Mutter:
Schmid, Katharina
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Partner:
- Genast, Doris, 1827–1912, Schauspielerin am Staatstheater Wiesbaden, Heirat 1859, Tochter des Eduard* Paul Genast, 1797-1866, Schauspieler, Sänger
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Verwandte:
- Raff, Helene <Tochter>, 1865–1942, Malerin, Schriftstellerin
- Nachweise ↑
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Quellen:
- ISG FFM Bestand S2 Nr. 778
- HStAM Bestand 903 Nr. 10353 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1882, Nr. 1594)
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Literatur:
- Res Marty, Joachim Raff. Leben und Werk, Altendorf 2020
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 727 (Wolfgang Jung)
- Die Musik in Geschichte und Gegenwart. 2., neu bearb. Ausg., hrsg. von Ludwig Finscher, Band 13, Kassel u. a. 2005 Sp. 1191-1199 (Rainer Bayreuther)
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 164 f. (Reinhard Frost)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 626
- Ulrike Kienzle, Raff, Joachim, in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe) (18.8.2023)
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Bildquelle:
August Weger artist QS:P170,Q21396170, Jjraffportrait, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (Ausschnitt)
- Zitierweise ↑
- „Raff, Joseph Joachim“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118597779> (Stand: 16.2.2026)
