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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
137526725
Hadamar [ID = 9951]
- * um 890, † 25.5.956 Fulda, Begräbnisort: Fulda Klosterkirche, Westchor über der Krypta (bis 20.2.1728), Fulda Dom, Marienkapelle (ab 20.2.1728), katholisch
Mönch, Abt - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Hadamarus
- Hadamar von Fulda
- Fulda, Hadamar von
- Fulda, Abt Hadamar von
- Wirken ↑
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Werdegang:
- um 890 Geburt wohl in einem Adelsgeschlecht aus Franken, Hessen oder Thüringen
- um 900 wahrscheinlich Besuch der Klosterschule der Reichsabtei Fulda
- 919: Hadamar erschien erstmals als Fuldaer Mönch
- 12.927 nach dem Aufstieg des Fuldaer Abtes Hiltibert zum Mainzer Erzbischof wählte man den Fuldaer Mönch Hadamar wohl im selben Monat zu dessen Nachfolger
- ab 927 Unter Abt Hadamar wuchs das Abteigut durch Schenkungen stark an, wobei er auch den vorhandenen Klosterbesitz durch Veräußerung von Streubesitz arrondierte.
- frühestens 927: Nachdem Abt Hrabanus Maurus (822-842) für den Lebensunterhalt der in Fulda beschäftigten Künstler eine Stiftung eingerichtet hatte, wurde diese nun von Hadamar erneuert (Etablierung der Klosterwerkstatt für Künste und Handwerke). Auch ließ er eine kostbare Schale für die Kirche anfertigen.
- 13.5.936: In Rom bestätigte ihm Papst Leo VII. die Abteiprivilegien
- 14.10.936: Der neue König Otto I. bestätigte die Privilegien des Klosters Fulda. Später schenkte er dem Abt zu seinem und seines Vaters Seelenheil noch seinen Besitz zu Northeim im Salzgau
- 937: Die Klosterkirche brannte wohl infolge eines Blitzschlags oder Ungarneinfalls aus, worauf Hadamar sie binnen eines Jahrzehnts wieder herstellte. Dabei gestaltete der Abt offenbar unter beträchtlichen Kosten die Eingangsfront als Doppelturmfassade um.
- 27.3.943: Auf seinem zweiten Rombesuch bekam Abt Hadamar von Papst Marinus II. einige Privilegien seines Klosters bestätigt. Vor allem wurde auf Betreiben Hadamars das Recht des (Würzburger) Diözesanbischofs zur Altarweihe ausgelassen.
- Frühjahr 943: König Otto I. bestätigte ihm erneut ältere Privilegien des Klosters.
- 2.1.948: Hadamar erhielt noch in Rom vom Papst eine weitere Bestätigung der Klosterprivilegien, die innerlich ganz der letzten Urkunde von 943 entsprach.
- 25.5.956: Der stets Diakon ohne Priesterweihe gebliebene, inzwischen offenbar schon ältere Abt Hadamar erlag wohl in Fulda selbst einer im Reich grassierenden Seuche
- Ende Mai 956: Hadamar wurde wegen seiner hohen Verdienste um Wiederaufbau und Ausstattung der Klosterkirche nicht in der Grablege der Äbte, sondern im Westchor über der Krypta (Bonifatiusgruft) beigesetzt, also noch näher beim spirituellen Zentrum.
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Funktion:
- Fulda, Abt, 0927-0956
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Lebensorte:
- Fulda; Rom
- Familie ↑
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Verwandte:
- Hatto II. <Neffe>, * um 905, spätestens 936 Priestermönch im Kloster Fulda, Fuldaer Abt (956-968), Mainzer Erzbischof (968-970)
- Nachweise ↑
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Quellen:
- Brower, Christoph: Antiquitates Fuldenses, Antwerpen 1612, S. 81 f.
- Catalogus Abbatum Fuldensium: edidit Georg Waitz, in: Monumenta Germaniae Historica, Scriptores, Band 13, Hannover 1881, S. 272-274, hier S. 274
- Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda, hrsg. und bearb. von Heinrich Meyer zu Ermgassen, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Band 58,1+2 (Edition), 58,3 (Index) u. 58,4 (Bilder); Marburg 1995/96, 2007 u. 2009; Band 1, S. 73 f., 292-308 u. 338; Band 2, S. 63 f., S. 121-123 u. 361 u. Band 4, S. 67 f. u. 142, Abb. 1
- Schannat, Johann Friedrich: Historia Fuldensis, Frankfurt [am Main] 1729, Band I, S. 125
- Schneider, Joseph (Hrsg.), Zeitschrift für vaterländische Geschichte, Alterthumskunde, Geographie, Statistik und Topographie, Zweiter Band, Erstes Heft, Fulda 1827, S. 181
- Hans Weirich (Bearb.), Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld: Teil 1, 1. Hälfte; mit Verwertung der Vorarbeiten Karl Hörgers (†), Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, Band 19,1 Marburg 1936, Nr. 62 f., S. 116-119
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Hadamar“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/137526725> (Stand: 25.5.2026)
