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Portrait

Anthonius Wolff
(belegt 1504–1526)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1184301123

Wolff, Anthonius [ID = 23286]

belegt 29.4.1504–1526
Schütze, Kellner, Amtmann
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Wolff [von Todenwarth]1, Anthonius, landgräflicher Schütze 1504 April 292, 1505 August 163, wird 1507 Februar 22 von Landgraf Wilhelm II. zum hessischen Kellner des Schlosses Stein am Rhein [bei Gernsheim] bestellt gegen 10 fl. Lohn, einmal jährlich Hofkleidung, 30 MI. Hafer für ein Pferd, 6 Wagen Heu, 1 Fd. Wein für seine Person und weitere 4 Ohm für jede Person, die er dort verköstigen muß, nämlich einen Pförtner, einen Turmhüter, drei Wächter und eine Kochmagd; dazu für jede Person 5 fl. Fleischgeld, macht 35 fl., insgesamt 48 MI. Korn und 30 fl. 8 alb. Lohn4. Kellner daselbst noch 1514 Mai 95. Amtmann zum Stein 1514 Juli 76, 1516 April 67, 1518 September 208. Seit 1519 Amtmann in Rüsselsheim, dort aber wegen schlechter Amtsführung 1526 abgesetzt9.


  1. Knetsch, Goethes Ahnen S. 81 und Tf. XXX.
  2. Rechn. I, Butzbach (36/5d Bel.). – Nach Müller, Hessisches Ortsnamenbuch S. 64 soll er 1504 hessischer Amtmann in Bickenbach gewesen sein. (Vielleicht war er während der Pfälzer Fehde dorthin abgeordnet). – Ein (unbenannter) hessischer Amtmann zu Bickenbach wird 1512 April 6/7 genannt (Rechn. I, Ziegenhain 122/5 Bel.)
  3. Rechn. I, Marburg (78/2 Bl. 95).
  4. Urkk., Samtarchiv Nachtr. 0,378. – Kopiar 13 Nr. 202. Diese Besoldung und Amtsausstattung gleicht eher einer Amtmanns- als einer Kellner (= Rentmeister-)Bestallung.
  5. Rechn. I, Ämterrezesse (15/4 Bl. 18v.). Damals beschwert er sich bei der Landgräfin Anna d. J. darüber, daß ihm die Regenten nicht die ihm zustehende Besoldung gezahlt hätten, was für die Jahre 1511 und 1512 anerkannt und verrechnet wird.
  6. Küch, Visitation (AHG NF 9, 1913) S. 209.
  7. Ebd. S. 201 Anm. 179.
  8. Schenk zu Schweinsberg, Landgraf Philipp S. 119.
  9. Gundlach III S. 302.

Literatur