Historisches Ortslexikon
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
Weitere Informationen
Reimbols
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Wüstung · 344 m über NN
Gemarkung Blankenbach, Gemeinde Sontra, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Wüstung
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Lagebezug:
21,5 km südwestlich von Eschwege
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Lage und Verkehrslage:
0,9 km südlich der Ortsmitte von Blankenbach, dicht östlich der Straße Blankenbach - Richelsdorf in der Flur 'Im Reimbelds'. K. Sippel bezeichnete die Wüstung als 'Reimbolds'.
Hauptsächlich im Ackergelände östlich des Baches und vereinzelt auf einer westlich davon gelegenen Wiese fanden sich auf etwa 160 x 50 m großer Fläche (4926: um 3570630 / 5652370) knapp 1.500 hoch- und spätmittelalterliche Scherben, die etwa aus dem 10./11. bis 14./15. Jahrhundert stammen. Hinzu traten über 1.000 frühneuzeitliche und neuzeitliche Gegenstände, die wohl mit dem Dung aufs Feld gekommen sind (u. a. Keramik-, Glas- und Porzellanscherben).
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Ersterwähnung:
1375
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Letzterwähnung:
1521
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Siedlungsentwicklung:
Es ist nach Collmann (Genealogia der v. Baumbach 44) 1375 zerstört worden.
1485 wurde es Wüstung genannt (Hersf. Kopiar 6).
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Vorbemerkung Historische Namensformen:
Unterschiedliche Ansetzungen der Schreibweise gehen wohl auf mangelnde Ortskenntnisse der Aussteller zurück (vgl. Wetterau, Gericht Tannenberg, S. 51-53)
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Historische Namensformen:
- Rimmels (1375)
- Keyboldissen, zum (1376) [HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 11639]
- Rymboldess tzu dem (1428) [HStAM Bestand Urk. 102 Nr. 198; Druck Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 2, 1.3]
- Bymbalds, tzu dem (1480) [ HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 859]
- Reymboldeß gnant Blanckenbach (1485) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 3, 1.5]
- Reymels (1521) [Wetterau, Gericht Tannenberg, Anhang 1 S. 3-4, 1.6]
- Reimbolds [Sippel]
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Bezeichnung der Siedlung:
- wustenung (1485)
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3570630, 5652370
UTM: 32 U 570528 5650548
WGS84: 51.002183° N, 10.005163° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
63601102002
- Verfassung ↑
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Altkreis:
Rotenburg
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Herrschaft:
Höfe zu Blankenbach und "zum Keyboldissen", die von den Dyden erkauft waren, waren 1376 hessisches Lehen der Schindekopp (Rev.). In einem Revers der Vettern Friedrich und Hans Diede bezüglich der Belehnung mit mehreren Huben Land in Niederhone und weiteren im Einzelnen aufgeführten Lehen durch Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, wird 1480 u.a. Reimbols aufgeführt
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Besitz der von Baumbach als Lehen von Kloster Hersfeld (Lehenbriefe und Rev. seit 1428)
- Kultur ↑
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Historische Ereignisse:
1375: zerstört (Collmann)
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Wetterau, Gericht Tannenberg
- Deist, Siedlungen der Bergbaulandschaften, S. 135
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 48 (Bimbalts), 275 (Keyboldissen), 380
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 331
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 524 (Sippel)
- Zitierweise ↑
- „Reimbols, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6717> (Stand: 20.8.2025)

