Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Neue Suche
 
Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4926 Herleshausen
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Weitere Informationen

Reimbols

Wüstung · 344 m über NN
Gemarkung Blankenbach, Gemeinde Sontra, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

21,5 km südwestlich von Eschwege

Lage und Verkehrslage:

0,9 km südlich der Ortsmitte von Blankenbach, dicht östlich der Straße Blankenbach - Richelsdorf in der Flur 'Im Reimbelds'. K. Sippel bezeichnete die Wüstung als 'Reimbolds'.

Hauptsächlich im Ackergelände östlich des Baches und vereinzelt auf einer westlich davon gelegenen Wiese fanden sich auf etwa 160 x 50 m großer Fläche (4926: um 3570630 / 5652370) knapp 1.500 hoch- und spätmittelalterliche Scherben, die etwa aus dem 10./11. bis 14./15. Jahrhundert stammen. Hinzu traten über 1.000 frühneuzeitliche und neuzeitliche Gegenstände, die wohl mit dem Dung aufs Feld gekommen sind (u. a. Keramik-, Glas- und Porzellanscherben).

Ersterwähnung:

1375

Letzterwähnung:

1521

Siedlungsentwicklung:

Es ist nach Collmann (Genealogia der v. Baumbach 44) 1375 zerstört worden.

1485 wurde es Wüstung genannt (Hersf. Kopiar 6).

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Unterschiedliche Ansetzungen der Schreibweise gehen wohl auf mangelnde Ortskenntnisse der Aussteller zurück (vgl. Wetterau, Gericht Tannenberg, S. 51-53)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • wustenung (1485)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3570630, 5652370
UTM: 32 U 570528 5650548
WGS84: 51.002183° N, 10.005163° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601102002

Verfassung

Altkreis:

Rotenburg

Herrschaft:

Höfe zu Blankenbach und "zum Keyboldissen", die von den Dyden erkauft waren, waren 1376 hessisches Lehen der Schindekopp (Rev.). In einem Revers der Vettern Friedrich und Hans Diede bezüglich der Belehnung mit mehreren Huben Land in Niederhone und weiteren im Einzelnen aufgeführten Lehen durch Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, wird 1480 u.a. Reimbols aufgeführt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Besitz der von Baumbach als Lehen von Kloster Hersfeld (Lehenbriefe und Rev. seit 1428)
Kultur

Historische Ereignisse:

1375: zerstört (Collmann)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Reimbols, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6717> (Stand: 20.8.2025)