Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 4825 Waldkappel
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
Were
-
Wüstung
Gemarkung Bischhausen, Gemeinde Waldkappel, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
13,5 km südwestlich von Eschwege
-
Lage und Verkehrslage:
Westlich Bischhausen in Richtung Waldkappel unterhalb des Wehrberges im Bereich des Wehrhofes
-
Ersterwähnung:
1141
-
Letzterwähnung:
1521
-
Historische Namensformen:
- Wehre; Were (1141) [verunechtet 13. Jh., Kop. 16. Jh., UB Mainz 2,1, S. 45-53, Nr. 28]
- Were, zcu (1391) [HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 3608]
- Were (1448) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 537-538, Nr. 1368, Anm. 1, mit falscher Datierung auf 1408; zur korrigierten Datierung s. K. A. Eckhardt, Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessischer Geschichte, S. 128; StA Wü, MIB 25 fol. 279 [01], in: Die Regesten der Mainzer Erzbischöfe mit Nere]
- Were, desertum (1451, Germeroder Zinsregister)
- Were bei Rudolfshausen (1480, Klosterarchive 1: Klöster an der Werra 1279)
- Were vor Cappel (1521)
-
Bezeichnung der Siedlung:
- desertum (1451)
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3564563, 5667903
- Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63601201009
-
Frühere Ortskennziffer:
63601215013
- Verfassung ↑
-
Verwaltungsbezirk:
- 1141: Honer Mark (in pago, qui dicitur Hunether marca, circa fluvium Werraha)
-
Altkreis:
Eschwege
-
Gericht:
-
Herrschaft:
1391 bittet Hermann von Schlutwinsdorf, Burgmann zu Melsungen, den Abt von Fulda, ihn mit Gütern in Wanrode, Mäckelsdorf, Berkirsch und weiteren im Einzelnen aufgeführten Orten, u.a. zu Were, zu belehnen.
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1141 bestätigt der Mainzer Erzbischof Markolf dem von dem Grafen Siegfried IV. von Boyneburg und seinen Vorfahren gegründeten Benediktinerkloster St. Blasien zu Northeim u.a. seinen Besitz zu Were. Der Besitz des Klosters Northeim gelangt um 1200 an das Kloster Bursfelde, welches ihn noch 1446 innehat und mit Zustimmung des Mainzer Erzbischofs an die Boyneburger veräußert.
- Die von Boyneburg-Bischhausen hatten Besitz zu Were von Hessen zu Lehen (Rev. 1449-1787). Sie hatten ihn vom Kloster Bursfelde erkauft.
-
Zehntverhältnisse:
1141 fügt der Mainzer Erzbischof Markolf der Schenkung an Kloster St. Blasien zu Northeim den Zehnten in Were hinzu
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- 1200 Jahre Bischhausen, S. 16-19
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 508
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1999, S. 312 und 316
- Zitierweise ↑
- „Were, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7250> (Stand: 17.6.2024)
