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Hessische Biografie

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Portrait

Ludwig Keil
(1896–1952)

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Keil, Ludwig [ID = 6833]

* 1.8.1896 Bickenbach, † 8.1.1952 Darmstadt, evangelisch; konfessionslos
Metallarbeiter, Kupferschmied, Abgeordneter, Politiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Volks-, Berufs- und Fortbildungsschule
  • Lehre als Metallarbeiter, Kupferschmied in Offenbach am Main
  • berufliche Tätigkeit in mehreren Städten Deutschlands
  • 1915-1918 Kriegsteilnehmer, schwer verwundet (Beinamputation, Invalidität)
  • 1917 Eintritt in die SPD, ab 1920 in der KPD
  • bis Februar 1933 mehrere Jahre kommunalpolitischer Leiter der KPD für Hessen und Hessen-Nassau
  • 1926 Vorsitzender der Roten Hilfe Offenbach
  • 1929-1931 Vorsitzender der KPD-Ortsgruppe Offenbach am Main
  • 1930-1932 Stadtverordneter in Offenbach
  • 7.12.1931-3.4.1933 Mitglied des Landtags des Volksstaates Hessen, dort Vorsitzender der KPD-Fraktion
  • nach 1933 mehrfach für längere Zeit verhaftet, darunter in den Konzentrationslagern Dachau (26.8.1944-2.6.1945) und Osthofen (4.1933-1.1934), zog sich aufgrund der massiven Misshandlungen bleibende Gesundheitsschäden zu
  • 17.5.1938 Verurteilung wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ zu 15 Monaten Gefängnis, Entlassung 17.8.1939
  • 1945 Ministerialdirektor im Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr
  • 1.12.1946-30.11.1950 Mitglied des Hessischen Landtags über den Kreiswahlvorschlag des Wahlkreises I, dort 1.12.1946-30.6.1949 stellvertretender Vorsitzender, 1.7.1949-30.11.1950 Vorsitzender der KPD-Fraktion
  • 1950 erfolglose Kandidatur für den Hessischen Landtag (im Wahlkreis 43: Stadt Darmstadt und über den KPD-Landesergänzungsvorschlag, Platz 2)
  • verstarb durch ein der mehrfachen Inhaftierung geschuldetes Herzleiden

Funktion:

  • Offenbach am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (KPD), 1930-1932
  • Hessen, Volksstaat, 05. Landtag, Mitglied (KPD), 1931-1932
  • Hessen, Volksstaat, Landtag, Fraktionsvorsitz (KPD), 1931-1933
  • Hessen, Volksstaat, 06. Landtag, Mitglied (KPD), 1932-1933
  • Hessen, 01. Landtag, Mitglied (KPD), 1946-1950
  • Hessen, Landtag, Fraktionsvorsitz (KPD), 1949-1950

Lebensorte:

  • Offenbach am Main
Familie

Vater:

Keil, Ludwig, * Ellenbach (heute Fürth im Odenwald) 16.6.1868, Installateur, Bahnarbeiter, Sohn des Valentin Keil, Bahnwärter, und der Margarethe Winkler

Mutter:

Sattler, Maria, * Bensheim 11.5.1868, Heirat Bensheim 17.11.1890, Tochter des Heinrich Sattler, Tagelöhner, und der Katharina Schader

Partner:

  • Blume, Maria Frieda Margarethe, (⚭ Offenbach am Main 20.4.1921) 1892-1973, geschieden 1946
  • Biewener, Hildegard, (⚭ Darmstadt 6.7.1946) * Osnabrück 9.11.1903, † Darmstadt 13.8.1957, Tochter des Karl Heinrich August Biewener und der Dorothee Dora Elise Ottilie Hesse
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Archiv des Hessischen Landtags

Zitierweise
„Keil, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1051818303> (Stand: 26.5.2026)