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Portrait

Johann der Jüngere Antrecht
(1577–1646)

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GND-Nummer

1014062659

Antrecht, Johann der Jüngere [ID = 697]

* 1577 Kassel, † 20.5.1646 Kassel
Dr. jur. utr. – Jurist, Rat, Geheimer Rat
Biografischer Text

Als Johann Antrecht d. J. 1577 als erstes Kind seiner Eltern in Kassel geboren wurde, erklomm der Vater Johann Antrecht d. Ä. gerade die erste Stufe einer klassischen Karriereleiter als bürgerlicher Jurist in landesherrlichen Diensten: er war Assessor am Hessischen Samt-Hofgericht in Marburg. Bevor der Sohn das Studium abschloss, starb der Vater als Kanzler 1607 in Kassel.

Johann d.J. studierte in Marburg 1601 und promovierte zum Doktor beider Rechte 1612. In den folgenden Jahrzehnten in Hessen-Kasselschen Diensten avancierte er über den Generalauditeur und Kanzleirat zum Geheimen Rat und Mitglied des Kriegsrats. Als solcher war er mit der Vorbereitung der Generalfriedensakte befaßt und wurde am 25. Mai 1646 zu den Friedensverhandlungen nach Münster und Osnabrück entsandt. Antrecht starb aber vor der Abreise infolge eines Schlaganfalls.

Antrecht gilt als “schärfster Widersacher der Landgräfin“ im Geheimen Rat. Es sei ein Beispiel der Integrationskraft der Landgräfin gewesen, daß sie ihn gleichwohl zum Friedensgesandten nach Osnabrück ernannt habe, was nur durch den plötzlichen Tod Antrechts verhindert worden sei (E. Bettenhäuser 1994, XIX).

Lupold von Lehsten


Literatur