Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
121278875
Geldenhauer gen. Noviomagus, Gerhard [ID = 9463]
- * 6.1482 Nijmegen, † 10.1.1542 Marburg, evangelisch
Prof. – Theologe (evangelisch), Mönch, Professor - Wirken ↑
-
Werdegang:
- 1514 Mönch im Kreuzträgerorden in Löwen
- 1517 poeta laureatus durch Kaiser Maximilian in Tirlemont (heute Tienen/Belgien)
- 1517 als Humanist am Hof des Philipp von Burgund, Bischof von Utrecht
- 1524 in Diensten des Maximilian von Burgund, Abt von Middelburg
- 1525 in Wittenberg, schloss sich dem Protestantismus an
- Pfarrer in Tiel in Geldern
- 1526 Flucht, 1527 in Worms, dann Straßburg
- 1531 Rektor und Lehrer der Dichtkunst an der St. Anna-Schule in Augsburg
- 12.10.1532-1534 Professor der Geschichte in Marburg
- 1534 Professor für Neues Testament
- unterschreibt 1539 die Hessische Kirchenzuchtordnung von Ziegenhain
- verstorben an der Pest
-
Funktion:
- Marburg, Universität, Rektor, 1536 (1. Halbjahr)
-
Akademische Vita:
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Geschichte / Professor / 1532-1534
- Marburg, Universität / Theologische Fakultät / Neues Testament / Professor / 1534-1542
-
Akademische Ämter:
- 1536 Rektor der Universität Marburg
-
Lebensorte:
- Löwen (Belgien); Tirlemont; Marburg
- Familie ↑
-
Vater:
Geldenhauer, Gerard, Kammerdiener der Grafen Arnold und Adolf von Egmont, Herzöge von Geldern
-
Mutter:
Boyara (Beyer) Richilda, aus Nimwegen
-
Verwandte:
- Geldenhauer, Gerhard Eobanus <Sohn>, 1536–1614, Superintendent, Dogmatiker
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Wolf-Friedrich Schäufele, Von Erasmus zu Bucer. Gerhard Geldenhauer (1482–1542) als Geschichtsschreiber und Theologe, in: Georg Strack/Jasmin Hauck (Hg.), Humanismus, Jurisprudenz und Konfessionalisierung in Hessen (Pirckheimer Jahrbuch), Wiesbaden 2024
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 8, Leipzig 1878, S. 530 f. (Jacob Cornelis van Slee)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 6, Berlin 1964, S. 170 (Gerhard Müller)
- F. W. Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 4, S. 357-362
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 544
- 450 Jahre Ziegenhainer (Kirchen-)Zuchtordnung. In: Blick in die Kirche 2/1989, S. 1-8.
-
Bildquelle:
Wikipedia (via Wikimedia Commons: File:Gerhard Geldenhauer 21.3.2010)
- Zitierweise ↑
- „Geldenhauer gen. Noviomagus, Gerhard“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/121278875> (Stand: 10.1.2026)
