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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1214911099
Müller gen. Meyer, Nicolaus [ID = 24904]
- * 1490 Groß-Gerau, † 1.4.1549 Urach (heute Bad Urach)
Rat, Kanzler - Biografischer Text
-
Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Nicolaus Müller1 gen. Meyer2 von Langenau in Württemberg, immatrikuliert in Heidelberg 1503 August 303; Lizentiat der Rechte, hessischer Rat 1527 August 104 bis 1534 Juli 305 (15296), 15307 in Marburg); Rat Herzog Ulrichs von Württemberg und Kanzleiverwalter 1534 bis 1542 Oktober8; Kanzler des Bischofs Franz von Münster 1543 November 309 bis 1544 September 2410; Syndicus und Advokat der Stadt Augsburg seit 1544 Juni bezw. September, aus dem Dienste der Stadt entlassen 1548 Juli 311; wieder in württembergischen Diensten seit 154812, gestorben kurz vor 1549 April 313.
- Auch Moller. Siehe über ihn Voigt in Abhandlungen der Königl. Sächs. Ges. d. Wissensch. Bd. 16. Leipzig 1874 S. 738 ff. ↑
- Eigenh. 1529 Niclos Meyer: Polit. Archiv Nr. 232. ↑
- Toepke, Die Matrikel der Universität Heidelberg 1,450. ↑
- Rosbacher Kellereirechnung. ↑
- Ehesachen. 1531 März 9 verschrieb ihm Landgraf Philipp auf Lebenszeit die Einkünfte des St. Wendelsaltars in der Pfarrkirche zu Gerau: Regest im Repertorium des Samtarchivs, die Urkunde selbst ist an das Darmstädter Archiv abgegeben worden. ↑
- Polit. Archiv Nr. 232. ↑
- Urkunden, Bestallungen. ↑
- Er verließ den württembergischen Dienst infolge von Zwistigkeiten, die über die Bezahlung der Kosten einer im herzoglichen Auftrage unternommenen Reise zum Kaiser nach Spanien entstanden waren: Auskunft des Haus- und Staatsarchivs in Stuttgart vom 26. April 1901. Siehe auch Polit. Archiv, Münster, 1543 November 30, Württemberg 1543, und Wintterlin S. 25 f. ↑
- Polit. Archiv, Münster. ↑
- Ebda. Lüdicke S. 40 kennt ihn nicht. ↑
- Aus Briefen Dr. Gereon Sailers an die Bürgermeister der Stadt Augsburg geht hervor, das Meyer durch Empfehlung Sailers, der ihn auf dem Speyrer Reichstage von 1544 kennen lernte, im Juni 1544 als Syndicus und Advokat des Rates in den Dienst der Stadt Augsburg verschrieben worden ist, er durfte jedoch noch bis zum September im Dienste des Bischofs von Münster bleiben. In Augsburg war er ein eifriger Parteigänger der Schmalkaldener und der Kriegspartei: Auskunft des Stadtarchivs in Augsburg vom 10. August 1903. Landgraf Philipp hatte – allerdings vergeblich – versucht, den Übertritt Meyers in Augsburgische Dienste zu verhindern. In einem Schreiben an die Stadt vom 28. August 1544 wies er nachdrücklich darauf hin, daß Meyer im Interesse des Protestantismus in Münster unentbehrlich sei. Augsburg antwortete am 13. September ablehnend (hier heißt er unser bestellter Advocat), und auch der Hinweis des Landgrafen auf etwaige Verwickelungen mit dem Herzog von Württemberg, mit dem Meyer in etwas heftigem Misverstand schwebet, machte auf die Stadt keinen Eindruck. (Polit. Archiv Nr. 1434.) ↑
- Auskunft des Haus- und Staatsarchivs in Stuttgart vom 26. April 1901. Seine Tochter war verheiratet mit Lucianus, Sohn des Euricius Cordus (Ehesachen 1534 Juli 30). ↑
- Ebd. ↑
- Literatur
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- Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1386-1651, Berlin u. a. 2002, S. 366 f.
Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 169
Lüdicke, Die landesherrlichen Zentralbehörden im Bistum Münster : ihre Entstehung und Entwickelung bis 1650, Münster 1901
- Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1386-1651, Berlin u. a. 2002, S. 366 f.
