Historisches Ortslexikon
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Weitere Informationen
Rommerode
-
Stadtteil · 427 m über NN
Gemeinde Großalmerode, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
13,5 km südsüdwestlich von Witzenhausen gelegen
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Lage und Verkehrslage:
5 km nordöstlich von Hessisch Lichtenau gelegen.
Y-förmiges Straßendorf am Fuße des Rößberges mit Kirche und Lindenplatz in zentraler Lage. Im nordöstlichen Bereich Fabrikanlagen der Vereinigten Großalmeröder Thonwerke
Haltepunkt der Eisenbahnlinie Hessisch Lichtenau/Walburg – Großalmerode/West (Inbetriebnahme der Strecke 1.2.1884).
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Ersterwähnung:
1109
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Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen der aufgelösten Gutsbezirke Hambach und Forst Hessisch-Lichtenau.
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Historische Namensformen:
- Rodemanrodeh, in (1109) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 27, Nr. 21; W. A. Eckhardt, Salbuch des Stifts Kaufungen von 1519, S. 114, Nr. 37 mit Anm. 157 vermutet eine frühere Datierung bald nach 1106 Januar 5]
- Roothmanrodt (1195) [Abschrift 15. Jahrhundert Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 340-341, Nr. 873]
- Rotomanrote (1305) [Abschrift 18. Jahrhundert Die Historie derer von Hundelshausen, Universitätsbibliothek Kassel (Murhardsche Bibliothek), 2° Ms. Hass. 40, fol. 78r]
- dene Romendenrode, uff (1358)
- Ratemanrade, zu (um 1376) [Vogtherr, Ältestes Lehnbuch der Landgrafschaft Hessen, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 37 (1987), S. 25-71, hier S. 55 (164)]
- Roddemanrodde, von (1383) [Siegel, Geschichte der Stadt Lichtenau, S. 292]
- Rhommerade, von (1436) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 1, S. 443, Nr. 409]
- Rodemanrade (1454) (HStAM Best. S Nr. 451; Druck Chronik Rommerode, S. 89-90]
- Rademerade, von (1467)
- Rodemrade, zcu Rodemeraide, von (1471) [Roques, Urkundenbuch Kloster Kaufungen 2, Nr. 511]
- Rodemeraide (1492) [Landgrafen-Regesten online Nr. 4929]
- Rummeroide (1497) [HStAM, Rechn. I, 87/9]
- Rodemerode (1519) [W. A. Eckhardt, Salbuch des Stifts Kaufungen von 1519, S. 114, Nr. 37]
- Romrod, Romrodt (1553) [HStAM Best. S Nr. 452; Druck Chronik Rommerode, S. 90-91]
- Romerode (1575)
- Romroda (1580/82)
- Rodemanrodt, Romrodt (1575/85)
- Romrode (1585) [Der ökonomische Staat, S. 86]
- Rommerod (1592) [Mercators Karte HStAM Bestand Karten Nr. R II 28]
- Romerode (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 7]
- Rommerode (1747) [Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105]
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Bezeichnung der Siedlung:
- curtis (1195)
- Dorf (1454)
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
-
Umlegung der Flur:
1900
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Älteste Gemarkungskarte:
1688
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3553790, 5677798
UTM: 32 U 553695 5675966
WGS84: 51.232547° N, 9.769068° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
636004040
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Flächennutzungsstatistik:
- 1454: 11 3/4 Huben Land genannt
- 1569: 176 Acker Waldwiesen, 4 Acker Rodeland genannt
- 1778: 1612 Acker
- 1961 (Hektar): 722, davon 372 Wald (= 51.52 %)
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Einwohnerstatistik:
- 1539: 16 Mann
- 1575/85: 22 Hausgesesse
- 1659: 29 Mann
- 1681: 36 Hausgesesse
- 1747: 48 Mannschaften mit 50 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1778: 218 Einwohner
- 1961: 1268, davon 1083 evangelisch (= 85.41 %), 159 katholisch (= 12.54 %)
- 1970: 1415 Einwohner
- Berufsgliederung 1724: 1 Amtsperson, 17 Leinweber, 6 Schreiner, 1 Schmied, 1 Müller, 1 Glaser und Fenstermacher, 1 Raschmacher, 2 Bergleute, 28 Ackerleute, 13 Taglöhner, 2 Hirten; zusammen: 73
- Gewerbetreibende 1778: 1 Müller, 1 Wirt, so zugleich Wagner, 3 Raschmacher, 1 Schneider, 1 Fenstermacher, 1 Leineweber und Tagelöhner, 1 Hufschmied, 1 Fuhrmann, 18 Salztreiber und Fruchttreiber und Ackerleute, 15 Tagelöhner, 15 Bergleute, Schweinetreiber, 5 mit Taglohnen und Spinnen sich nährende einzelne Weibspersonen
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1454: Landgrafschaft Hessen, Amt Lichtenau
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau, Der sechste Ort
- 1747: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Lichtenau
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Lichtenau
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis
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Altkreis:
Witzenhausen
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Gericht:
- 1555: Landgraf hat Gericht, Obrigkeit und Dienst zu Rommerode
- 1747: Niederes und peinliches Gericht Hessen
- 1807: Friedensgericht Lichtenau
- 1814: Amt Lichtenau
- 1821: Justizamt Lichtenau
- 1867: Amtsgericht Lichtenau
- 1879: Amtsgericht Großalmerode
- 1945: Amtsgericht Witzenhausen
- 1961: Amtsgericht Witzenhausen
- Gerichtsplatz: Zwischen zwei alten Linden steinerner Tisch, von 4 steinernen Bänken umschlossen; an einer der Linden ein Halseisen
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Herrschaft:
1305: Die von Hundelshausen tragen den von Spangenberg Besitz zu Rommerode als Lehen auf.
Kurz nach 1376: HessischesBurgmannenlehen zu Rommerode an Ludwig von Rimbach ausgetan.
1428: Die Gebrüder von dem Berge erhalten von Landgraf Ludwig 2 Huben zu Rommerode als Burglehen.
1471: Landgraf Ludwig belehnt Hans von dem Berge mit 2 Huben zu Rommerode.
1575/85: "Allerlei" Höfe, Zinsen und Güter zu Rommerode als hessisches Lehen der von dem Berge.
1614: Belehnung der von Berge durch Landgraf Moritz
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadtgemeinde Großalmerode, deren Stadtteil Rommerode wurde.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1109: Der Heilige Kreuzaltar im Stift Kaufungen erhält ein Gut zu Rommerode.
- 1195: Kloster Germerode erhält Besitz zu Rommerode bestätigt.
- 1442: Kraft von Felsberg trägt Gut zu Rommerode vom Kloster Kaufungen zu Lehen.
- 1471: Kraft von Felsberg verzichtet zugunsten der von Bischoffshausen auf sein Kaufunger Lehen zu Rommerode.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- 1592 ist eine Kirche auf der Mercatorkarte zu erkennen, spätestens 1642 lässt sie sich schriftlich nachweisen
- 1838/39 wird eine neue Kirche als klassizistischer Saalbau mit Giebelturm von Landbaumeister J. F. Matthei erbaut
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Pfarrzugehörigkeit:
Bis 1451: zur Pfarrei Laudenbach gehörig
1565-72: Filiale von Velmeden
1573 -1621: Vikarie von Velmeden
1747: Filiale von Velmeden, so auch 1872,
1887: Filiale von Walburg, so auch noch 1994
2007: Mit der Auflösung des Kirchspiels Walburg entsteht ein neues Kirchspiel der Gemeinden Rommerode und Großalmerode-Epterode
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Patronat:
1553: Landgräflich
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.
- Kultur ↑
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Schulen:
1778 Schulhaus vorhanden
1910 Volksschule mit zwei Klassen
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
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Historische Ereignisse:
1921 Großbrand
- Wirtschaft ↑
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Wirtschaft:
Zunächst schwerpunktmäßig Ackerbau und Flachsanbau, seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Fabrikanlagen der Vereinigten Großalmeröder Thonwerke
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Mühlen:
Die Mühle befand sich am Südrand des Orts (An der Mühle 8), auf sie bezieht sich vielleicht schon das Symbol in der Mercatorkarte (1592). Sie wurde mit dem Wasser des Wehrebaches über ein oberschlächtiges Wasserrad betrieben, bis der Betrieb in den 1880er Jahren eingestellt wurde.
- Nachweise ↑
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Quellen:
- Hundelshauser Kopiar fol. 78, Landesbibliothek Kassel
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Rommerode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6782> (Stand: 4.3.2025)

