Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Hugo Braun
(1881–1963)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

117712418

Braun, Hugo [ID = 18769]

* 7.4.1881 Prag, † 19.11.1963 München, jüdisch
Prof. Dr. med. – Hochschullehrer, Hygieniker, Bakteriologe, Serologe
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1900 Reifeprüfung im Gymnasium in Prag
  • Studium der Medizin an der Deutschen Universität Prag
  • 1907 Promotion zum Dr. med. an der Deutschen Universität Prag
  • 1908 Assistent am Pharmakologischen Institut in Prag
  • 1909 Assistent am Hygienischen Institut in Bremen
  • 1910 Assistent an der Bakteriologischen Abteilung in Berlin
  • 1911 Vorsteher der Bakteriologisch-Hygienischen Abteilung am Hygienischen Institut in Frankfurt am Main
  • 1913 in Preußen naturalisiert
  • 1914 Approbation als Arzt
  • während des Ersten Weltkrieges Hygieniker des 18. Armeekorps
  • 1914-1916 Lehrauftrag an der Universität Frankfurt am Main
  • 1916 Habilitation für Serologie und Immunitätslehre in Frankfurt am Main
  • 1916 Privatdozent für Serologie und Immunitätslehre in Frankfurt am Main
  • 1918 Titel Professor und Direktor der bakteriologischen Abteilung des Hygiene-Instituts in Frankfurt am Main
  • 1921 außerordentlicher Professor für Immunitätslehre und Serologie
  • bis 1931 erster Vorsteher der bakteriologisch-hygienischen Abteilung des Hygienischen Instituts in Frankfurt
  • 1931 Paul-Ehrlich-Preis für Untersuchungen über den Verwendungsstoffwechsel der Bakterien
  • 1933 Entzug der Lehrbefugnis
  • Herbst 1933 Emigration in die Türkei
  • 1933-1949 ordentlicher Professor für Mikrobiologie und Seuchenlehre an der Universität Istanbul
  • 1949 Rückkehr nach Deutschland
  • 1949-1958 ordentlicher Professor und kommissarischer Leiter des Lehrstuhls für Hygiene und Bakteriologie an der Universität München
  • 1951-1963 Leitung der Deutschen Forschungsanstalt für Tuberkulose in München
  • 1958 emeritiert
  • 1960 Robert-Koch-Medaille

Lebensorte:

  • Prag; Bremen; Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Braun, Alois, Kaufmann, mit 33 Jahren verstorben

Mutter:

Stern, Karoline, † ca. 1936

Partner:

  • Staudt, Elisabeth, * Elberfeld 1889, † München 1951, evangelisch

Verwandte:

  • Braun, Kurt <Sohn>, * Frankfurt am Main 12.11.1915, Dr. med., Emigration nach Palästina, 1967 Rückkehr nach Deutschland, Chefphysiker eines Rehabilitationszentrums in Baden
  • Fuchs, Lieselotte <Tochter>, * Frankfurt am Main 14.12.1916, 1938 Emigration nach Argentinien, Sprachlehrerin in Buenos Aires
  • Halperin, Irmgard de <Tochter>, * Frankfurt am Main 22.5.1919, Dr., Physikerin, 1958 Umzug in die USA
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Braun, Hugo“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117712418> (Stand: 7.4.2026)