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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117474010
Seligmann, Caesar [ID = 18649]
- * 14.12.1860 Landau (Pfalz), † 3.6.1950 London, jüdisch
Dr. phil. – Rabbiner - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Seligman, Chajim
- Wirken ↑
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Werdegang:
- ab 1871 Besuch des Gymnasiums in Kaiserslautern
- 1879 Bestehen der Reifeprüfung
- ab dem Wintersemester 1879/80 drei Semester Studium der Philosophie an der Universität München
- ab 1881 Studium am "Jüdisch-Theologischen Seminar Fraenckel'scher Stiftung" (JTS) zu Breslau und an der Universität Breslau
- 1883-1889 Religionslehrer in Breslau an der I. Religionsschule von Dr. Bendix Samuelsohn und an der Wankelschen Vorschule
- 18.12.1883 Promotion an der Universität Halle
- 1887-1888 Militärdienst
- 30.12.1888 Rabbinatsexamen
- ab 15.9.1889 zweiter Prediger der liberalen Gemeinde "Israelitischer Tempelverband Hamburg"
- ab 1902 Rabbiner der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main an der Frankfurter Hauptsynagoge, zunächst als Unterstützung des erkrankten Rabbiners Rudolf Plaut
- 1908-1922 Redakteur der Monatszeitschrift "Liberales Judentum"
- ab 1910 Rabbiner an der Westendsynagoge Frankfurt am Main
- 1930 Ehrendoktorwürde "Doctor of Hebrew Law" durch das "Hebrew Union College" in Cincinnati/Ohio
- 1932 Eintritt in den Ruhestand
- Januar 1939 Emigration nach Großbritannien
- Mitbegründer der liberalen Exilgemeinde "New Liberal Jewish Congregation" in London
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Funktion:
- Hamburg, Rabbiner, 1889-1902
- Frankfurt am Main, Rabbiner, 1902-1932
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Mitgliedschaften:
- Verein israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen
- 1908 Mitbegründer der "Vereinigung für das liberale Judentum"
- 1912-1937 Präsident der "Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands"
- 1926 Mitgründer und Präsidiumsmitglied der "World Union for Progressive Judaism"
- Hermann Cohen-Loge des Frankfurter B'nai B'rith
- 1927 Ehrenausschuss der Wohlfahrts-Lotterie der "Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden"
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Werke:
- Dissertation: "Das Buch der Weisheit des Jesus Sirach (Josua ben Sira) in seinem Verhältniss zur den salomonischen Sprüchen und seiner historischen Bedeutung". Halle a. d. Saale 1883
- Judentum und moderne Weltanschauung, Frankfurt am Main 1905
- Geschichte der jüdischen Reformbewegung, Frankfurt am Main 1922
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Lebensorte:
- Kaiserslautern; München; Breslau; Hamburg; Frankfurt am Main; London
- Familie ↑
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Vater:
Seligmann, Moses Arje, geboren 25.2.1809, gestorben 1887, 1846 Schulleiter in Paris, ab 1848 in Landau, ab 1862 Dozent an der Lehrerbildungsanstalt Kaiserslautern, Sohn des Chajim Pinchas Seligmann, GND
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Mutter:
Seligmann, Leonore, geborene Neugass, geboren Mannheim 1831, Heirat Landau 1858, gestorben Landau 1867
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Partner:
- Seligmann, Ella, geborene Kauffmann, geboren Hannover 11.8.1867, Heirat Hamburg 1892, gestorben London 1.1.1953
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Verwandte:
- Seligmann, Erwin <Sohn>, geboren Hamburg 11.6.1893, Emigration nach Großbritannien 1939, gestorben London 3.12.1989, Dr. jur., Rechtsanwalt
- Seligmann, Leo <Sohn>, geboren Hamburg 23.11.1896, medizinische Dissertation an der Universität Frankfurt am Main 1921, Heirat Frankfurt am Main mit Lili Birnbaum 19.6.1923, Emigration in die Vereinigten Staaten von Amerika 2.9.1923, Namensänderung in Leo James Selwyn, gestorben Los Angeles (Kalifornien) 11.2.1989, Dr. med., Arzt, GND
- Seligmann, Ilse Magdalene <Tochter>, geboren Hamburg 28.10.1900, erste Heirat mit Martin Goldner 1926, zweite Heirat mit Joseph Ziegellaub 1934, Emigration nach Großbritannien 1938, nach zweiter Scheidung Annahme des Familiennamens Seglow, gestorben London 9.7.1984, Psychotherapeutin, GND
- Seligmann, Lore <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 13.5.1909, Emigration nach Großbritannien 1933, Heirat mit Paul Anderson, Pseudonyme Evelyn Anderson und Evelyn Lend, gestorben 8.1.1977, Dr. rer. pol., Journalistin
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HHStAW Bestand 518 Nr. 43592 (Seligmann, Caesar)
- HHStAW Bestand 519/3 Nr. 15237 (Seligmann, Caesar)
- ISG FFM Bestand S2 Nr. 4259 (Seligmann, Caesar)
- HStAD Bestand S 1 Nr. NACHWEIS1 (Seligmann, Caesar)
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 24, Berlin 2010, S. 220 f. (Andreas Brämer)
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 375 f. (Reinhard Frost)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 423-425
- Biographisches Handbuch der Rabbiner, Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945, München 2009, S. 564, Nr. 2573
- Carsten Wilke, Geographischer und quellenkundlicher Index zur Geschichte der Rabbinate im deutschen Sprachgebiet 1780-1918, Duisburg 1999, S. 205
- Zitierweise ↑
- „Seligmann, Caesar“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117474010> (Stand: 4.9.2026)
