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KDR 100, TK25 1900 ff.

Holzmannshausen

Wüstung · 208 m über NN
Gemarkung Allendorf an der Landsburg, Gemeinde Schwalmstadt, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

5 km nördlich von Ziegenhain.

Lage und Verkehrslage:

Wüste Ortslage links der Schwalm bei dem heutigen Wiesenhof (Corellhof) vermutet.

Ersterwähnung:

1197

Letzterwähnung:

Mitte 15. Jahrhundert

Siedlungsentwicklung:

Mitte des 15. Jahrhunderts offenbar schon wüst.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3514900, 5646700
UTM: 32 U 514820 5644881
WGS84: 50.955352° N, 9.210999° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63402201002

Einwohnerstatistik:

  • Mitte des 15. Jahrhunderts offenbar schon wüst.
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Vor 1344/45: Gericht auf den Wasen (Amt Ziegenhain).
  • 1371, aber wohl schon seit 1344/45: Gericht zur Landsburg.

Altkreis:

Ziegenhain

Gericht:

  • Vgl. Verwaltungsbezirk.
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1197 hat Kloster Spieskappel Einkünfte aus Holzmannshausen.
  • 1262 übereignet Hartrad von Goßfelden dem Kloster Güter zu Holzmannshausen.
  • 1282 bekunden ein Ludwig und seine Frau, dass sie vom Kloster Spieskappel auf Lebenszeit Güter in Holzmannshausen erworben hätten.
  • 1314 erkauft Spieskappel mit Einwilligung der Grafen von Ziegenhain eine zu Holzmannshausen gelegene Mühle von dem Treysaer Bürger Hartmann Faber.
  • 1360 befinden sich in Holzmannshausen 4 Güter, von denen 3 auf jedem Feld 20 Morgen Land und 8 Morgen Wiese, das vierte 18 Morgen Land und 7 Morgen Wiese haben. Zur Mühle daselbst gehören 4 Morgen Acker und Wiesen.
  • 1371 besitzt Spieskappel in Holzmannshausen außer der Mühle 4 Vorwerke sowie 4 Malter Fruchtrente aus dem Krengelshof zu Holzmannshausen.
  • Um ein weiteres Gut zu Holzmannshausen prozessieren seit Ende 14. Jahrhundert die von Binsförth bzw. (seit 1414) die von Wallenstein mit Kloster Spieskappel.
  • 1360 haben die von Lüder ein halbes Vorwerk zu Holzmannshausen und den Zehnten, ausgenommen 1 Sechstel, das Graf Gottfried VII. von Ziegenhain vor 1367 ebenso erworben hatte wie Güterbesitz in Holzmannshausen.

Zehntverhältnisse:

1253 verzichtet Dietrich von Linsingen gegenüber Kloster Haina auf alle Ansprüche auf die Zehnten zu Holzmannshausen.

1360 haben die von Lüder ein halbes Vorwerk zu Holzmannshausen und den Zehnten, ausgenommen 1 Sechstel, das Graf Gottfried VII. von Ziegenhain vor 1367 ebenso erworben hatte wie Güterbesitz in Holzmannshausen.

Kirche und Religion

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Treysa.

Wirtschaft

Mühlen:

1314 erkauft Spieskappel mit Einwilligung der Grafen von Ziegenhain eine zu Holzmannshausen gelegene Mühle von dem Treysaer Bürger Hartmann Faber.

1360 gehören zur Mühle in Holzmannshausen 4 Morgen Acker und Wiesen.

1371 besitzt Spieskappel in Holzmannshausen unter anderem die Mühle.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Holzmannshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4628> (Stand: 17.12.2019)