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Hessische Biografie

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Portrait

Eugen Rosenstock-Huessy
(1888–1973)

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GND-Nummer

11860273X

Rosenstock-Huessy, Eugen [ID = 18633]

* 6.7.1888 Berlin, † 23.2.1973 Norwich (Vermont/USA), jüdisch; evangelisch
Prof. Dr. jur.; Dr. phil.; Dr. h.c. mult. – Soziologe, Rechtsgelehrter, Philosoph, Theologe, Historiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen ↑

Geburtsname:

Rosenstock, Eugen

Weitere Namen:

  • Rosenstock-Huessy, Eugen Friedrich Moritz
  • Rosenstock-Hüssy, Eugen

Pseudonym(e):

Francke, Kuno; Stahl, Ludwig

Wirken ↑

Werdegang:

  • Herbst 1906 Übertritt zum evangelischen Glauben
  • 1906-1909 Studium der Rechtswissenschaften, Geschichte, Philosophie und Philologie an den Universitäten Zürich (ein Semester), Berlin (zwei Semester) und Heidelberg (1907-1909)
  • 1910 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg (bei Richard Schröder)
  • 1912 Habilitation an der Universität Leipzig als Privatdozent für mittelalterliche Verfassungsgeschichte
  • bis 1914 Dozent an der Universität Leipzig
  • 1914-1918 Kriegsdienst als Offizier an der französischen Front
  • ab 1918 Organisator eines Arbeitslagers für Arbeiter, Bauern und Studenten
  • Herausgeber der Daimler-Werks-Zeitung in Stuttgart
  • 1921-1922 Leiter der 'Akademie der Arbeit' in Frankfurt am Main
  • 1922-1923 Privatdozent an der Technischen Hochschule in Darmstadt
  • 1923 Promotion zum Dr. phil in Heidelberg und Habilitation in Philosophie in ebd.
  • 1923-1933 Lehrer in Schlesien
  • ab 1923 ordentlicher Professor für Deutsches Recht an der Universität Breslau
  • 1933 Zwangsbeurlaubung, Emigration nach Holland, Lehrer für Sozialphilosophie, Emigration in die USA, Gastprofessor an der Havard University
  • 1934 Entlassung
  • ab 1935 ordentlicher Professor für Sozialphilosophie im Dartmouth College in Hanover-Vermont
  • 1936 Erhalt des Titels M.A. h.c.
  • nach 1945 häufige Gastvorlesungen in Deutschland
  • 1958 Ehrendoktortitel der Universität Münster
  • 1961 Verleihung des Titels Dr. phil. h.c. von der Universität Köln

Studium:

  • Studium in Berlin, Zürich und Heidelberg

Netzwerk:

  • Rosenzweig, Franz <Freund>
  • Schröder, Richard <Lehrer>, GND, * Treptow an der Tollense 19.6.1838, † Heidelberg 3.1.1917, Rechtswissenschaftler und Rechtshistoriker

Akademische Qualifikation:

  • 1910 Promotion zum Dr. jur. in Heidelberg
  • 1923 Promotion zum Dr. phil in Heidelberg und Habilitation in Philosophie in ebd.
  • 1912 Habilitation an der Universität Leipzig als Privatdozent für mittelalterliche Verfassungsgeschichte

Akademische Vita:

  • Leipzig, Universität // Dozent // bis 1914
  • Technischen Hochschule Darmstadt // Privatdozent //1922-1923
  • Universität Breslau // ordentlicher Professor / Deutsches Recht / ab 1923
  • Havard University // Gastprofessor / ab 1933
  • Dartmouth College Hanover-Vermont // ordentlicher Professor / Sozialphilosophie / ab 1935

Werke:

Lebensorte:

  • Berlin; Zürich; Heidelberg; Leipzig; Stuttgart; Frankfurt am Main; Darmstadt; Breslau; Holland; Havard; Hanover-Vermont
Familie ↑

Vater:

Rosenstock, Carl Theodor, GND, 1853–1929, Bankier und Handelsrichter in Berlin, Sohn des Moritz Rosenstock, GND, 1828–1888, Direktor der Samsonschule in Wolfenbüttel

Mutter:

Rosenstock, Paula, geboren 1858, gestorben Mitte November 1938 (Suizid), im Alter von 80 Jahren aus ihrer Wohnung vertrieben und von KZ-Haft bedroht

Partner:

  • Huessy, Anna Margaretha (Margrit*), (⚭ 1914) geboren Lenzburg (Schweiz) 1893, gestorben Burlington (Vermont/USA) 1959, aus einer schweizerischen Fabrikantenfamilie in Säckingen, 1934 Emigration in die USA, evangelisch
  • Molte, Freya von, Lebensgemeinschaft ab 1960

Verwandte:

  • Rosenstock, Moritz <Großvater>, Direktor der jüdischen Samson-Schule in Wolfenbüttel
  • Rosenstock-Huessy, Hans <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 1921, Dr. med., Psychiater in Norwich (Vermont/USA), evangelisch
Nachweise ↑

Literatur:

Bildquelle:

Photo courtesy of Mariot Huessy, Eugen Rosenstock-Huessy Fund, Eugen Rosenstock-Huessy, CC BY-SA 3.0 (Ausschnitt)

Zitierweise ↑
„Rosenstock-Huessy, Eugen“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11860273X> (Stand: 6.7.2026)