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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
116661798
Forckenbeck, Max von [ID = 21692]
- * 21.10.1821 Münster (Westfalen), † 26.5.1892 Berlin, katholisch
Dr. jur. – Jurist, Rechtsanwalt, Notar, Oberbürgermeister, Parlamentarier - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Gymnasiums Paulinum in Münster, 1839 Reifeprüfung
- 1839-1842 Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Gießen, im Corps Teutonia aktiv, und in Berlin
- 1842 Auskultator, 1843 Referendar
- 1847-1849 Assessor am Stadtgericht in Glogau (heute Głogów/Polen)
- 1848/49 führende Rolle innerhalb der konstitutionellen Vereinsbewegung Schlesiens, Vorsitzender des liberalen Konstitutionellen Vereins in Glogau und Vizepräsident des Zentralwahlkomitees der Konstitutionellen Vereine Schlesiens – aufgrund seines politischen Engagements während der Revolution keine Übernahme in den Staatsdienst
- 1849-1859 Rechtsanwalt in Mohrungen (heuet Morąg/Polen), anschließend bis 1872 in Elbing (heute Elbląg/Polen)
- ab 1858 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, 1866-1873 dessen Präsident
- 1861 Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei
- 1866/67 Mitbegründer der Nationalliberalen Partei
- 1867-1892 Mitglied des Reichstages des Norddeutschen Bundes bzw. des Deutschen Reichstages für die Wahlkreise Magdeburg 5: Wolmirstedt (1871-1884) und Liegnitz 2: Sagan (ab 1884), 1874-1879 Reichstagspräsident
- 1870 erfolglose Kandidatur für das Preußische Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Wiesbaden 11: Biedenkopf (Nationalliberale Partei)
- 1872-1878 Oberbürgermeister von Breslau
- 1878-1892 Oberbürgermeister von Berlin
- 1880 Mitbegründer der Liberalen Vereinigung
- 1881 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 7: Fulda, Gersfeld, Schlüchtern (Liberale Vereinigung)
- 1890 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 3: Fritzlar, Homberg, Ziegenhain (Deutschfreisinnige Partei)
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Lebensorte:
- Münster (Westfalen); Gießen; Berlin; Glogau; Mohrungen; Elbing
- Familie ↑
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Vater:
Forckenbeck, Franz von, GND, * Münster 1796, † Berlin 1849, Jurist und Beamter, Mitglied des westfälischen Provinziallandtags, Sohn des Maximilian von Forckenbeck, GND, 1749–1820, Wirklicher Geheimer Rat und Kanzleidirektor, preußischer Geheimer Kriegs- und Domänenrat, und der Maria Anna Schweling, aus Münster
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Mutter:
Hosius, Brigitte, * Münster 1793, † Paderborn 1827, Tochter des Johann Bernhard* Josef Ignaz Hosius, GND, 1744–1800, Dr. iur., Geheimer Hofrat in Münster
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Partner:
- Reschke, Maria, GND (⚭ Königsberg (Preußen) 1856) 1831–1876, Tochter des N.N. Reschke, Gutsbesitzer in Elbing
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Verwandte:
- Forckenbeck, Franz von <Sohn>, GND, 1857–1922, Landgerichtsdirektor in Frankfurt am Main
- Gablenz, Klara, geb. von Forckenbeck <Tochter>, * 1859, verheiratet mit Heinrich von Gablenz, GND, 1845–1917, preußischer Generalleutnant
- Bothe, Maria, geb. von Forckenbeck <Tochter>, * 1860, verheiratet mit Ernst Bothe, GND, 1854–1942, preußischer Generalleutnant
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 48, Leipzig 1904, S. 630-650 (Hermann Oncken)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 5, Berlin 1961, S. 296-298 (Erich Angermann)
- Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch, Münster 2004, S. 138-140
- Kühne, Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten, Düsseldorf 1994, S. 701 f.
- Haunfelder/Pollmann, Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch, Düsseldorf 1989, S. 401
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 1, Marburg 1989, S. 184, 406
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Bildquelle:
Franz von Lenbach (1836-1904), Max von Forckenbeck, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Forckenbeck, Max von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116661798> (Stand: 21.10.2025)
