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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen
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Linde vor Steinfurth

Weitere Informationen

Steinfurth

Stadtteil · 145 m über NN
Gemeinde Bad Nauheim, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km nördlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am linken Ufer der Wetter gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Butzbach/Griedel – Bad Nauheim ("Wettertalbahn II") (Inbetriebnahme der Strecke 2.4.1910) bis zur Stilllegung der Strecke am 31.5.1975.

Ersterwähnung:

914

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • In der Ortsmitte ehemals mehrgeschossiger Wohnturm.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3482053, 5584940
UTM: 32 U 481986 5583146
WGS84: 50.400082° N, 8.746527° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440002050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1442, davon 573 Acker, 717 Wiesen, 153 Wald
  • 1961 (Hektar): 861, davon 68 Wald (= 7.90 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 2043, davon 1641 evangelisch (= 80.32 %), 345 katholisch (= 16.89 %)
  • 1970: 2247 Einwohner

Diagramme:

Steinfurth: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 914: Wettereiba, in der Grafschaft des Udo (in comitatu Otonis in pago Wetereiba)
  • 1787: Freiherr Löw von und zu Steinfurth (Mannlehen von Nassau)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Patrimonialgericht von Löw
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Patrimonialgericht der Freiherren von Löw
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Butzbach
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Friedberg (verlegt aus Butzbach)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1820: Patrimonialgericht Steinfurt-Wisselsheim
  • 1822: Landgericht der Freiherren von Löw
  • 1825: Landgericht Friedberg
  • 1840: Landgericht Butzbach
  • 1867: Landgericht Nauheim
  • 1879: Amtsgericht Bad Nauheim
  • 1968: Amtsgericht Friedberg

Herrschaft:

1312 tragen die Löw von Steinfurth mediam partem iurisdictionis et iudicii vom Erzbistum Mainz zu Lehen.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Stadt Bad Nauheim.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 914 schenkt König Konrad I. der Kirche in Weilburg u.a. sein Eigengut Steinfurth.
  • Cuno von Münzenberg erwirbt 1204 von dem Gegenkandidaten Erzbischofs Siegfried II. von Mainz, dem Bischof Liutpold, Besitzungen zu Steinfurt, die kurz zuvor Erzbischof Konrad in Besitz genommen hatte.
  • Bei der zweiten Falkensteiner Teilung erhält Graf Dieter von Isenburg den Zins in Steinfurth.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1293: Pleban

Pfarrzugehörigkeit:

1338: Trennung von der Mutterkirche auf dem Johannisberg bei Nauheim

1364: eigenständige Pfarrei

Patronat:

1542: Löwen von Steinfurth

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich in den 1530er Jahren.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Matthias Beick 1552-1554

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Johannisberg bei Nauheim

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit drei Klassen, drei Schulhäuser

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Steinfurth, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12090> (Stand: 19.12.2024)