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Hessische Biografie

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Portrait

Ernst Lohagen
(1897–1971)

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Lohagen, Ernst [ID = 11538]

* 12.5.1897 Elberfeld heute Wuppertal, † 2.11.1971 Bad Saarow
Arbeiter, Politiker, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1912 Mitglied der Arbeiterjugend
  • während des Ersten Weltkriegs Mitglied der Spartakusgruppe Elberfeld
  • 1918 Teilnehmer am Ersten Weltkrieg
  • 1918 Mitglied des Straßburger Soldatenrates
  • 1919 Eintritt in die KPD
  • Organisationsleiter des kommunistischen Jugendverbandes Rheinland-Westfalen
  • während des Kapp-Putsches Mitglied der Kampfleitung der Roten Ruhrarmee
  • Verhaftung, bis 1924 im Gefängnis
  • 8.3.1922 Umzug von Berlin nach Kassel
  • 1924 Umzug nach Bielefeld
  • 1926-1932 Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Kassel bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für die Stadt Kassel, dort 1926-1928 und 1930 Mitglied des Eingabenausschusses (KPD)
  • 17.11.1929-25.3.1931 Stadtverordneter in Kassel
  • ab 1928 politischer Leiter der Kommunistischen Partei, Bezirk Hessen-Waldeck mit Sitz in Kassel
  • 14.9.1930-4.6.1932 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau)
  • Mitte 1931 von allen Parteiämtern enthoben
  • April 1933 Verhaftung, bis April 1934 in den Konzentrationslagern Börgermoor und Papenburg, Juni-Oktober 1934 im Konzentrationslager Breitenau
  • 7.1935 wegen Tätigkeit für die KPD verhaftet und vom Volksgerichtshof am 19.1.1938 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt
  • 1945 aus der Haft befreit
  • Kreisvorsitzender der KPD, dann der SED in Leipzig
  • 20.10.1946-15.10.1950 Mitglied des Sächsischen Landtags
  • 18.3.1948-7.10.1949 Mitglied des Deutschen Volksrates
  • 1948-1952 Landesvorsitzender der SED in Sachsen
  • ab 1952 Mitglied des Zentralkomitees der SED
  • Konflikt mit der „Täglichen Rundschau“, daraufhin Absetzung und Degradierung zum Leiter der Bezirksfinanzkommission Potsdam
  • Träger des Verdienstordens der DDR in Silber und Gold

Funktion:

  • Kassel, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (KPD), 1926-1932
  • Hessen-Nassau, 16. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1926
  • Hessen-Nassau, 17. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1927
  • Hessen-Nassau, 18. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1928
  • Kassel, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (KPD), 1929-1931
  • Hessen-Nassau, 19. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1930
  • Hessen-Nassau, 20. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1930
  • Hessen-Nassau, 21. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1930

Lebensorte:

  • Elberfeld; Berlin; Kassel; Bielefeld
Familie

Vater:

Lohagen, Franz Joseph Ferdinand, Weber, Fabrikarbeiter

Mutter:

Rettig, Caroline Adele, Lederarbeiterin

Partner:

  • Niewöhner, Friederike Pauline (Paula*), (⚭ Kassel 29.7.1922) * Herford 17.1.1897, „verschollen“, wohl im Konzentrationslager Auschwitz ermordet
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Deutsche Fotothek‎, Fotothek df roe-neg 0006033 001 Porträt Ernst Lohagen, CC BY-SA 3.0 DE (beschnitten)

Zitierweise
„Lohagen, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/130304395> (Stand: 12.5.2026)