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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
130304395
Lohagen, Ernst [ID = 11538]
- * 12.5.1897 Elberfeld heute Wuppertal, † 2.11.1971 Bad Saarow
Arbeiter, Politiker, Abgeordneter - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1912 Mitglied der Arbeiterjugend
- während des Ersten Weltkriegs Mitglied der Spartakusgruppe Elberfeld
- 1918 Teilnehmer am Ersten Weltkrieg
- 1918 Mitglied des Straßburger Soldatenrates
- 1919 Eintritt in die KPD
- Organisationsleiter des kommunistischen Jugendverbandes Rheinland-Westfalen
- während des Kapp-Putsches Mitglied der Kampfleitung der Roten Ruhrarmee
- Verhaftung, bis 1924 im Gefängnis
- 8.3.1922 Umzug von Berlin nach Kassel
- 1924 Umzug nach Bielefeld
- 1926-1932 Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Kassel bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für die Stadt Kassel, dort 1926-1928 und 1930 Mitglied des Eingabenausschusses (KPD)
- 17.11.1929-25.3.1931 Stadtverordneter in Kassel
- ab 1928 politischer Leiter der Kommunistischen Partei, Bezirk Hessen-Waldeck mit Sitz in Kassel
- 14.9.1930-4.6.1932 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau)
- Mitte 1931 von allen Parteiämtern enthoben
- April 1933 Verhaftung, bis April 1934 in den Konzentrationslagern Börgermoor und Papenburg, Juni-Oktober 1934 im Konzentrationslager Breitenau
- 7.1935 wegen Tätigkeit für die KPD verhaftet und vom Volksgerichtshof am 19.1.1938 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt
- 1945 aus der Haft befreit
- Kreisvorsitzender der KPD, dann der SED in Leipzig
- 20.10.1946-15.10.1950 Mitglied des Sächsischen Landtags
- 18.3.1948-7.10.1949 Mitglied des Deutschen Volksrates
- 1948-1952 Landesvorsitzender der SED in Sachsen
- ab 1952 Mitglied des Zentralkomitees der SED
- Konflikt mit der „Täglichen Rundschau“, daraufhin Absetzung und Degradierung zum Leiter der Bezirksfinanzkommission Potsdam
- Träger des Verdienstordens der DDR in Silber und Gold
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Funktion:
- Kassel, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (KPD), 1926-1932
- Hessen-Nassau, 16. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1926
- Hessen-Nassau, 17. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1927
- Hessen-Nassau, 18. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1928
- Kassel, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (KPD), 1929-1931
- Hessen-Nassau, 19. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1930
- Hessen-Nassau, 20. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1930
- Hessen-Nassau, 21. Provinziallandtag, Mitglied (KPD), 1930
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Lebensorte:
- Elberfeld; Berlin; Kassel; Bielefeld
- Familie ↑
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Vater:
Lohagen, Franz Joseph Ferdinand, Weber, Fabrikarbeiter
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Mutter:
Rettig, Caroline Adele, Lederarbeiterin
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Partner:
- Niewöhner, Friederike Pauline (Paula*), (⚭ Kassel 29.7.1922) * Herford 17.1.1897, „verschollen“, wohl im Konzentrationslager Auschwitz ermordet
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 910 Nr. 5297 (Kassel I, Heiratsnebenregister, 1922, Nr. 709)
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Literatur:
- Lengemann, Bürgerrepräsentation und Stadtregierung in Kassel 1835–1996, Teil 2, Marburg 2009, S. 570-573
- Pelda, Die Abgeordneten des Preußischen Kommunallandtags in Kassel 1867–1933, Marburg 1999, S. 128 f.
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 247
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 2/2, Marburg 1993, S. 2104
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 488 f.
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Bildquelle:
Deutsche Fotothek, Fotothek df roe-neg 0006033 001 Porträt Ernst Lohagen, CC BY-SA 3.0 DE (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Lohagen, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/130304395> (Stand: 12.5.2026)
