Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 5025 Hönebach
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historische Karten
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 56. Hönebach
Nausis
-
Wüstung · 290 m über NN
Gemarkung Ronshausen, Gemeinde Ronshausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
13 km südöstlich von Rotenburg an der Fulda
-
Lage und Verkehrslage:
3,5 km südlich der Ortsmitte von Ronshausen am Oberlauf des Breitenbaches im "Nausesgrund". Siedlungsplatz nicht am Bach, sondern am flachen Talhang. Möglicherweise mit mehreren aneinandergereihten Siedlungsstellen im weiteren Tal (5025: 3559830 / 5642530).
-
Ersterwähnung:
1003
-
Siedlungsentwicklung:
Weitere Funde im oberen Nausesgrund weisen entweder auf eine selbständige Wüstung oder auf einen zu Nausis gehörigen Siedlungsteil hin.
-
Vorbemerkung Historische Namensformen:
Aufgrund der Namensgleichheit und räumlichen Nähe vgl. auch Nausis (Knüllwald), Nausis (Neukirchen), Nausis (Spangenberg)
-
Historische Namensformen:
- Nuuuisazi, ad locus inferior (1003) [Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld 1,1, S. 144-145 Nr. 76]
- Nuwesesse, in (1322) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 243]
- Nusesze, in superiori et inferiori (1327) [HStAM Bestand Urk. 102 Nr. 5]
- Nusesze (1348) [HStAM Best. Urk. 102 Nr. 19]
- Nuwesesze (1428) [HStAM Best. Urk. 14 Nr. 1763]
- Neus (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 14]
- Nauses [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
-
Bezeichnung der Siedlung:
- Wüstung (1708/10)
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3559670, 5642700
UTM: 32 U 559572 5640882
WGS84: 50.916509° N, 9.847459° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63201702014
-
Frühere Ortskennziffer:
63200300006
- Verfassung ↑
-
Altkreis:
Rotenburg
-
Herrschaft:
1322 erwerben Apel von Romrod und sein Bruder von der Abtei Hersfeld u.a. Einkünfte in Nausis.
1327 belehnt Abt Ludwig von Hersfeld Ludwig von Baumbach mit den bisherigen Lehnsgütern des Ritters Apelo von Landeck in Ronshausen, Ober- und Unter-Nusesse und Erkshausen nach Auflassung durch den Knappen Wigand Stryt.
Landgraf Heinrich zu Hessen und sein Sohn Otto vergleichen sich 1348 mit Ludwig von Baumbach und dessen Söhnen u.a. wegen des Gerichts in Nausis, das landgräflich bleiben soll. Die von Baumbach behalten in dem Dorfe ein freies Vorwerk, auf dem sie einen Hofmann und einen Hintersiedel ansetzen können, und auch ihre Gülten und Äcker, doch sollen sie nicht mehr roden, der dortige Wald bleibt landgräflich. Nausis war 1428 hersfeldisches Lehen der von Baumbach.
Bis ins 19. Jahrhundert gehört das Dorf Nausis zur sogenannten Vogtei Blankenheim, einem landwirtschaftlichen Betrieb.
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- R. Eichhorn, D. Fenner, Chronik des Stadtteils Blankenheim, S. 12-27
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 343 f. u. 533 (Wuseß)
- Fundberichte aus Hessen, 26. Jahrgang, 1986, S. 489 f. (Dorf) u. 605 f. (Kirchstelle), 36. Jahrgang, 1996 (2), S. 382 u. 515 f. (Klaus Sippel)
- Zitierweise ↑
- „Nausis, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3449> (Stand: 27.2.2026)

