Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
119414619
Coudray, Clemens Wenzeslaus [ID = 18755]
- * 23.11.1775 Ehrenbreitstein, † 4.10.1845 Weimar, Begräbnisort: Weimar Historischer Friedhof, katholisch
Architekt, Baumeister - Wirken ↑
-
Werdegang:
- ab 1789 Lehre als Tapezierer und Dekorateur in Koblenz
- 1795 Tätigkeit bei dem Dekorateur Ludwig Daniel Philipp Rumpf in Frankfurt am Main
- 1796-1799 architektonische Anfangsstudien in Dresden beim Hofbaumeister Christian Friedrich Schuricht
- 1799-1800 Tätigkeit als Innenarchitekt in Frankfurt am Main
- 1800-1804 Studium in Paris bei Jean-Nicolas Durand an der Ecole Polytechnique
- 1804-15 Hofarchitekt in Fulda und Professor am dortigen Lyzeum
- 1804/05 Italienreise, gemeinsam mit dem Frankfurter Architekten Johann Friedrich Christian Hess Studien in Oberitalien, Rom, Paestum, Pompeji, Herculaneum und Neapel
- 1806-10 Umgestaltung der Fuldaer Kapuzinerkirche mit Kloster in ein Landkrankenhaus
- 1808 Mitbegründer der Frankfurter Museumsgesellschaft
- 1811 Wasser-, Wege- und Brückenbau-Inspektor im Departement Fulda
- 1816-45 Großherzoglicher Oberbau-Direktor im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
- 1817 Teilnahme am ersten Wartburgfest
- 1829 Gründung der Freien Gewerkenschule in Weimar, eine Abend- und Sonntagsfachschule für Bauhandwerker
-
Netzwerk:
- Schuricht, Christian Friedrich <Lehrer>, GND, * Dresden 5.3.1753, † Dresden 2.8.1832, Architekt des Klassizismus, Baubeamter, Gartenarchitekt, Kupferstecher und Zeichner
- Durand, Jean-Nicolas-Louis <Lehrer>, GND, * Paris 18.9.1760, † Thiais 31.12.1834, Architekt, Architekturtheoretiker und Professor für Architektur
-
Werke:
- Fulda, Landkrankenhaus, 1806-1810
- Weimar, Schloß Tiefurt, Umgestaltung, 1821-29
- Weimar, Fürstengruft, 1823-1828
- Eisenach, Georgenschule, 1825
- Weimar, Hauptwache & Neue Wache, 1834-1838
- Weimar, Stadtschloß, Westflügel, 1822-47
-
Lebensorte:
- Koblenz; Frankfurt am Main; Dresden; Paris; Fulda; Rom
- Familie ↑
-
Vater:
Coudray, Franz Ludwig, Hoftapezierer und Dekorateur des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Trier, Sohn des Pierre Coudray, 1703–1770, Bildhauer in Dresden
-
Mutter:
Köhler, Anna Marie, Kammersängerin
-
Partner:
- Schild, Veronika, (1789-1836) Heirat 1810
- Nachweise ↑
-
Quellen:
-
Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 4, Leipzig 1876, S. 533 f. (Karl August Hugo Burkhardt)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 3, Berlin 1957, S. 381 f. (Irmgard Wirth)
- Rolf Bothe, Clemens Wenzeslaus Coudray 1775–1845. Ein deutscher Architekt des Klassizismus, Köln/Weimar/Wien 2013
- Hannes Bosse, Clemens Wenzeslaus Coudray.Architekt und Stadtplaner des Klassizismus Weimar 2007
- Saur, Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Erarbeitet, redigiert und hrsg. von Günter Meißner u. a. Bd. 21, 1999, S. 538
- Ulrich Thieme (Hrsg.) Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 7, 1912, S. 568 f.
- Zitierweise ↑
- „Coudray, Clemens Wenzeslaus“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119414619> (Stand: 23.11.2025)
