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Portrait

Erich Karl Julius Meyer
(1884–1955)

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GND-Nummer

117556378

Meyer, Erich Karl Julius [ID = 12693]

* 9.12.1884 Osnabrück, † 5.4.1955 Frankfurt am Main, evangelisch
Pfarrer, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Gymnasiums in Krefeld
  • Theologiestudium an den Universitäten Marburg, Königsberg, Halle an der Saale und Berlin
  • Vikariat in Mülheim an der Ruhr, zweites theologisches Examen in Koblenz
  • Mitglied des Domkandidatenstifts Berlin
  • 1909/10 Hilfsprediger in Aachen
  • 1910 Berufung an die „Église Allemande-Française Protestante“ in Alexandrien (Ägypten), zunächst als Hilfsprediger, ab 1911 als Pfarrer
  • zu Beginn des Ersten Weltkrieges Ausweisung aus Ägypten durch die britischen Militärbehörden, Rückkehr nach Deutschland, zunächst vertretungsweise Betreuung einer Pfarrei in Köln-Lindenthal
  • 6.1915 Wahl zum Pfarrer der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Frankfurt am Main, wo er 40 Jahre lang wirkte
  • 1916-1918 Lazarettpfarrer in Frankreich
  • nach Ende des Ersten Weltkrieges Mitglied der Landeskirchenversammlung
  • nach 1918 Mitbegründer der Deutschen Volkspartei in Frankfurt am Main
  • 1920-1938 Vorsitzender der Frankfurter Ortsgruppe des „Vereins für das Deutschtum im Ausland“
  • 1921-1932 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Stadtkreis Frankfurt am Main, dort unter anderem Engagement für den „verarmenden Mittelstand“ und Mitglied des Wahlvorschlags- und des Sozialpolitischen Ausschusses (1921-1925 und 1930-1932 für die Deutsche Volkspartei, 1926-1929 für die Hessen-Nassauische Arbeitsgemeinschaft Stadt und Land)
  • Engagement für Fürsorgeeinrichtungen in freier Trägerschaft und für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Regierungsbezirks
  • 1922-1926 stellvertretendes Mitglied des Provinzialausschusses
  • 1930-1932 stellvertretendes Mitglied des Landesausschusses
  • 1933 Rückzug aus dem politischen Leben, Mitglied des Pfarrer-Notbundes
  • 1945 Berufung in die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
  • nach dem Zweiten Weltkrieg Mitbegründer der LDP/FDP
  • 1948 gemeinsam mit Walter Bülck Begründer des „Bundes für freies Christentum“

Funktion:

  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (DVP), 1921-1925
  • Hessen-Nassau, 15. Provinziallandtag, Mitglied (DVP), 1921
  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (Ag), 1926-1929
  • Hessen-Nassau, 16. Provinziallandtag, Mitglied (DVP), 1926
  • Hessen-Nassau, 17. Provinziallandtag, Mitglied (DVP), 1927
  • Hessen-Nassau, 18. Provinziallandtag, Mitglied (Ag), 1928
  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (DVP), 1930-1932
  • Hessen-Nassau, 19. Provinziallandtag, Mitglied (DVP), 1930
  • Hessen-Nassau, 20. Provinziallandtag, Mitglied (DVP), 1930
  • Hessen-Nassau, 21. Provinziallandtag, Mitglied (DVP), 1930

Werke:

Lebensorte:

  • Krefeld; Marburg; Königsberg (Preußen); Halle an der Saale; Berlin; Mülheim an der Ruhr
Familie

Vater:

Meyer, Johannes Friedrich, * Mimmelage 5.11.1854, † Marburg 1939, evangelisch, Lehrer, später Seminardirektor, Sohn des Gerhard Heinrich Meyer, * Barkhausen 19.12.1826, Lehrer, und der Maria Wilhelmine Clara Landwehr, * Buer 14.5.1828

Mutter:

Prinzhorn, Magdalene Hermine Caroline, * Bad Essen 16.5.1857, † Frankfurt am Main 8.11.1942, Heirat Bad Essen 3.1.1882, evangelisch, Tochter des Adolph Friedrich Prinzhorn, * 1819, Lehrer, und der Mathilde Sophie Theodore Antoinette Schüren, * 1822

Partner:

  • Raithelhuber, Maria Albertine Friederike, (⚭ Gemmrigheim (Württemberg) 15.4.1913) * Gemmrigheim (Württemberg) 11.4.1893, † Frankfurt am Main 17.7.1975, evangelisch, Tochter des Eduard Heinrich Raitelhuber, 1854-1928, Fabrikant, und der Luise Albertine Anna Mathilde Hermann, 1856-1942
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Meyer, Erich Karl Julius“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117556378> (Stand: 28.3.2025)