Hessische Biografie
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Wolff, Johannes [ID = 17060]
- * 1731 Kassel, † 1791 Kassel
Architekt, Baumeister, Hofsteinmeister, Stadtbaumeister - Biografischer Text
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Johannes Wolff ist das erste archivalisch belegte Mitglied der Kasseler Architektenfamilie Wolff. Die Familie geht zurück auf Johann Wolff, einen möglicherweise aus der Schweiz stammenden Seidenfärber, der 1730 in Kassel verstarb. Dessen Sohn Abraham Wolff (1701-1752) wurde 1727 Steinmetzmeister, war aber auch als Gastwirt tätig. Diese Berufskombination findet sich noch bei seinem Sohn Johannes, der 1750 in die Steinmetzbruderschaft aufgenommen wurde. Er renovierte 1764 den Altar der Martinskirche und wurde 1776 als Stadtsteinmetzmeister bezeichnet. Am 25. April 1785 erhielt er die Ernennung zum Stadtbaumeister. In den 80er Jahren legte er auch das Tannenwäldchen vor dem Kölnischen Tor an, das heute noch existiert. Seine Söhne Johann Henrich, Henrich Abraham, Johann Conrad und George Theodor Ernst waren ebenfalls im Bereich der Architektur tätig.
Ulrike Hanschke
(Text übernommen aus Bestandskatalog der Architekturzeichnungen des 17.–20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel; URL: http://architekturzeichnungen.museum-kassel.de/0/34400)
- Literatur
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- Martina Sitt (Hrsg.), „Geeignet, junge Künstler zu belehren…“. Die Anfänge der Kasseler Kunstakademie (1777-1830), 2. Aufl., Hamburg 2018, S. 206
- Ulrich Thieme, Becker, Felix, Hg., Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 36, Leipzig 1947, S. 208
- Rudolf Hallo, Wolff, eine Kasseler Steinmetz- und Baumeisterfamilie, in: Hessenland 41, 1930, S. 289-300 Digitalisat
- Antike Bauten in Modell und Zeichnung um 1800. Vollständiger Katalog der Korkmodelle und der Sonderausstellung 1986, in: Kataloge der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, Nr. 14, Kassel 1986, S. 55
