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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 56. Hönebach

Kleinensee

Stadtteil · 237 m über NN
Gemeinde Heringen (Werra), Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

19 km südöstlich von Rotenburg an der Fulda

Ersterwähnung:

1525

Siedlungsentwicklung:

Rund 0,9 km südlich der Ortsmitte von Kleinensee fanden sich im Quellgebiet eines kleinen, nach Nordnordosten zur Suhl fließenden Baches, Hinweise auf eine Wüstung in der Gemarkung, der bislang kein Namen in Schriftquellen zugewiesen werden konnte.

Kleinensee lag von 1945-1990 an der innerdeutschen Grenze, abseits der Durchgangsstraßen und war somit von der Teilung in besonderem Maße betroffen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1556)
  • Dorf, Dorfschaft

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3568762, 5644172
UTM: 32 U 568660 5642354
WGS84: 50.928728° N, 9.977007° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632009040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 347, davon 187 Acker (= 53.89 %), 42 Wiesen (= 12.10 %), 74 Holzungen (= 21.33 %)
  • 1961 (Hektar): 346, davon 66 Wald (= 19.08 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1747: 43 Haushaltungen (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
  • 1770: 45 steuerpflichtige Häuser mit 197 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Wagner und Tagelöhner, 1 Schmied, 1 Schmied und Tagelöhner, 2 Drechsler, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Absatzmacher, 1 Strumpfstricker, 9 Leinweber, 8 Tagelöhner, 1 Kohlenbrenner, 5 Spinnerinnen und ernähren sich mehrenteils von ihrem Ackerbau
  • 1885: 347, davon 346 evangelisch (= 99.71 %), 1 katholisch (= 0.29 %)
  • 1961: 826, davon 751 evangelisch (= 90.92 %), 67 katholisch (= 8.11 %)
  • 1970: 795

Diagramme:

Kleinensee: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1480-1733: Herzogtum Sachsen-Eisenach, Amt Gerstungen
  • 1733: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald, Unteramt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Friedewald
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Friedewald
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1867: Amtsgericht Friedewald
  • 1879: Amtsgericht Friedewald
  • vor 1945: Amtsgericht Friedewald
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft:

1733 wird Kleinensee Hessen von Sachsen-Eisenach im Austausch überlassen.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Heringen (Werra) eingegliedert.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1770 Filial von Danckmarshausen

Patronat:

1770 Herzogin von Sachsen-Eisenach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Schulen:

1770 ist ein Schulhaus vorhanden

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kleinensee, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3250> (Stand: 16.7.2026)