Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Wilhelm Schmidt
(1858–1924)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

118608932

Schmidt, Wilhelm [ID = 17507]

* 18.2.1858 Wegeleben bei Halberstadt, † 16.2.1924 Gadderbaum-Bethel heute Bielefeld, Begräbnisort: Kassel-Wahlershausen, evangelisch
Dr.-Ing. h.c. – Baurat, Eisenbahningenieur
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken ↑

Werdegang:

  • Schlosserlehre in Wegeleben und Halberstadt
  • Wanderjahre in ganz Deutschland
  • 1879 Kontakt zur Technischen Hochschule Dresden, Studium und erste Erfindungen
  • zweijährige Militärdienstzeit
  • Volontärstelle in der Maschinenfabrik von Richard Hartmann in Chemnitz
  • 1883 als Zivilingenieur in Wolfenbüttel selbständig
  • Tätigkeit dient der Verbesserung des Wirkungsgrades der Dampfmaschine
  • Entwicklung der Heißdampf-Technik zur Praxisreife
  • 1884 Reichspatent auf Hochdruckdampferzeuger, später weitere Reichspatente
  • Anwendung in Kleingewerbe und Handwerk, Maschinenbau, im Lokomotivbetrieb und Schiffsbau
  • ab 1891 Zentrale des Unternehmens „Technisches Bureau Wilhelm Schmidt“ in Kassel
  • Bau einer Lokomotive mit Schmidt'schem Überhitzer durch die Firma Henschel & Sohn
  • 1908 Promotion zum Dr.-Ing h.c. durch die Technische Hochschule Karlsruhe
  • 1910 bereits 5000 Heißdampflokomotiven hergestellt
  • 1913 Verleihung des Titels Königlicher Baurat anlässlich der Bestellung der 25000. Heißdampflok
  • Gründung von Gesellschaften zur Verwertung seiner Erfindungen in England (Superheating Company) und Frankreich (Compagnie des Surchauffeurs)
  • zählt zu den bedeutendsten deutschen Erfinderpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts
  • über 1400 deutsche und ausländische Patente
  • stark vom christlichen Glauben geprägt, mit Pastor von Bodelschwingh befreundet

Lebensorte:

  • Wegeleben; Halberstadt; Dresden; Chemnitz; Wolfenbüttel; Kassel
Familie ↑

Vater:

Schmidt, Wilhelm Christoph, GND, 1831–1898, Botengänger zwischen Wegeleben und Halberstadt, Getreidehändler, Sohn eines Schuhmachers und Botengängers zwischen Wegeleben und Halberstadt

Mutter:

Meyer, Johann Friederike, 1836–1910, aus Badehorn bei Ballenstedt

Partner:

  • Wehse, Martha, Heirat Braunschweig 1885,* 1863
Nachweise ↑

Literatur:

Zitierweise ↑
„Schmidt, Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118608932> (Stand: 16.2.2026)