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KDR 100, TK25 1900 ff.

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Stempelshausen

Wüstung · 147 m über NN
Gemarkung Witzenhausen, Gemeinde Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

500 m Gegenüber der Stadtmitte von Witzenhausen am nördlichen Werra-Ufer gelegen

Ersterwähnung:

1348

Siedlungsentwicklung:

Vor 1341 in Witzenhausen aufgegangen

Historische Namensformen:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3559893, 5690543
UTM: 32 U 559795 5688706
WGS84: 51.346483° N, 9.858572° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601616009

Verfassung

Altkreis:

Witzenhausen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1331: Die Gebrüder von Berlepsch schenken der Kapelle vor der Brücke einen Zins zu Willershausen (im Rubrum aus dem 16. Jh. heißt es lod ad cappellam Stumppelhußin)
  • 1333: Dieselben lassen der Kapelle vor der Brücke Güter an der Brücke zu Witzenhausen auf.
  • 1338: Landgraf Heinrich befreit die Güter der Kapelle neben der Brücke, die von ihm zu Lehen gehen, von Abgaben.
  • 1341: Die Stadt Witzenhausen befreit die Güter der Kapelle neben der Brücke von Abgaben.
  • 1348: Verzicht der Familie Bruchtiwel von Witzenhausen auf Güter zu Rückerode zugunsten der Kapelle Stempelshausen.
  • 1372: Erneute Befreiung der Güter der Kapelle St. von Abgaben durch Landgraf Heinrich
  • 1525: Wilhelmitenkloster Witzenhausen im Besitz der Kapelle Stempelshausen
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1100: Nikolauskirche erbaut
  • 1275: Im Besitz (oder Sitz) der Zisterzienserinnen zu Witzenhausen
  • 1291: An Wilhelmitenkloster Witzenhausen überlassen
  • 1331: Kapelle und Rektor
  • 1333: Neu erbaut mit Friedhof
  • 1337: Priester und Kapelle; zuständig: Pfarrer zu Bischoffshausen; Bestattungsrecht
  • 1433: Weihe eines neuen Marienaltars
  • 1610-1616 existiert noch ein Pfarrlehen der Pfarrei Witzenhausen in Stempelshausen

Patrozinien:

  • Matthias; Maria [1437]

Patronat:

1338: Landgraf Heinrich verzichtet auf das Patronatsrecht zugunsten der Witzenhauser Familie Gottfried Bruchtiwel in dem Steinhaus, durch welche die Kapelle erbaut wurde.

1372: Patronat an Wilhelmitenkloster Witzenhausen

1457: Landgraf präsentiert

1463: Patronat zurück an Wilhelmitenkloster Witzenhausen; nach der Reformation säkularisiert

Nachweise

Quellen:

  • Karte bei K.A. Eckhardt, Rechtsquellen Witzenhausen nach S. 236

Literatur:

Zitierweise
„Stempelshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7023> (Stand: 20.2.2025)