Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Neue Suche
 
Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4925 Sontra
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 45. Sontra

Weitere Informationen

Mönchhosbach

Ortsteil · 275 m über NN
Gemeinde Nentershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,5 km nordöstlich von Rotenburg an der Fulda

Lage und Verkehrslage:

Dorf im Richesldorfer Gebirge in einem schmalen Seitental der Weißen Hasel am Unterlauf des Maßholderbaches mit einfacher, gehöftartiger Struktur und geringer Siedlungsdichte. Kirch am Südostrand. Durch den Ort führt heute als Hauptachse von Süden kommend die K 54 (Lange Straße) zur L 3249 (Kupferstraße)

Ersterwähnung:

1260

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1278)
  • Dorf (1357)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1884

Älteste Gemarkungskarte:

1740

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3563146, 5656364
UTM: 32 U 563047 5654541
WGS84: 51.038949° N, 9.899252° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632013030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 431, davon 253 Acker (= 58.70 %), 18 Wiesen (= 4.18 %), 116 Holzungen (= 26.91 %)
  • 1961 (Hektar): 504, davon 146 Wald (= 28.97 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Mönchhosbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1538: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Sontra, Dorfgericht Rockensüß
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Sontra, Dritter Gerichtsstuhl Rockensüß
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sontra
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Sontra
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Sontra
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Rotenburg

Gericht:

  • 1538: Gericht Rockensüß
  • 1821: Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Sontra
  • 1822: Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Sontra
  • 1834: Justizamt Sontra
  • 1867: Amtsgericht Sontra
  • 1879: Amtsgericht Sontra

Herrschaft:

1363 bestätigt Abt Johan von Hersfeld, dass Kloster Cornberg jährliche Gefälle in Asmushausen, Mönchhosbach und Wölfterode verpfändet hat.

Nach der Aufhebung des Klosters Cornberg fällt es an Hessen und wird es dem Gericht Rockensüß und Amt Sontra zugeteilt. 1538 gehört das Dorf mit aller Obrigkeit, Gericht, Gebot und Verbot, Dienst und Schaftrift dem Landgrafen von Hessen.

Gemeindeentwicklung:

1.4.1954: Ausgliederung von Gebietsteilen zur Neugründung der Gemeinde Cornberg.

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden als Ortsteil zur Gemeinde Nentershausen zusammengeschlossen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Dorf gehörte dem Kloster Bubenbach-Cornberg als Tochterkloster der Reichsabtei Hersfeld. 1260 schenken Gottfried, Heinrich und Dietrich, Söhne des Vogtes Heinrich zu Sontra, der Kirche des hl. Nikolaus in Bubenbach Güter in Mönchhosbach. In der Folge kann der Besitzstand ausgebaut werden.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • pleban (1290)
  • Rechteckiger Saalbau mit massivem gotischem Untergeschoss und dreiseitigem Chorabschluss, 1781 umgebaut und mit Fachwerkobergeschoss versehen, 1980-83 renoviert

Pfarrzugehörigkeit:

Mönchhosbach hatte zur Zeit der Reformation einen Pfarrer. Später, jedenfalls schon 1585, war es Filial von Berneburg, seit 1841 von Solz, so 1872 und 1994

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich ab 1527.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Mönchhosbach, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3108> (Stand: 14.8.2025)