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Hessische Biografie

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Portrait

August Hermann Schlosser
(1889–1979)

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Schlosser, August Hermann [ID = 10842]

* 8.10.1889 Gießen, † 5.6.1979 Kronberg im Taunus, evangelisch
Industrieller
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Gymnasiums in Gießen
  • kaufmännische Lehre in Hamburg bei „Meyer und Soetbeer“
  • 1910 Mitarbeiter bei einer Niederlassung in British Ostindien
  • 1915 Eintritt in die Chinin-Abteilung bei der Degussa als Handlungsgehilfe
  • 1916-1918 Kriegsdienst
  • 1919 Neuaufbau des Auslandsgeschäftes der Degussa von den Niederlanden aus (unter anderem des Cyan-Geschäfts)
  • 1922 Prokurist und Leiter der Chemikalienabteilung
  • 1926 stellvertretendes Vorstandsmitglied der Degussa
  • 1928 ordentliches Vorstandsmitglied der Degussa
  • 1933 als Freimaurer Verweigerung der Aufnahme in die NSDAP
  • 1939-1959 Vorstandsvorsitzender der Degussa AG in Frankfurt am Main
  • 1939 Mitglied der NSDAP „durch Gnadenerlaß des Führers“
  • 1940 Mitglied im der „Deutschen Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung“ (Degesch) (1926-1939 deren Geschäftsführer)
  • 1943 Leitung der Wirtschaftsgruppe Chemie der Chemischen Industrie
  • 1945 durch die Amerikaner entlassen, 1947 als „minderbelastet“ mit zweijähriger Bewährungszeit eingestuft, 1948 „Mitläufer“
  • 1948 im Zuge der Ermittlungen zum Zyklon-B-Prozeß kurzfristig verhaftet
  • 1947 wieder Berater der Degussa, 1949 erneut Vorstandsmitglied, 1950-1959 erneut Vorstandsvorsitzender, 1959 AR-Vorsitzender der Degussa, 1965 Ehrenvorsitzender
  • bis 1965 stellv. AR-Vorsitzender der Dresdner Bank (1952 AR-Mitglied der Rhein-Main Bank AG und aller Folgeinstitut)
  • AR-Mitglied der BASF AG (1952-1965), der Allianz Versicherungs AG, der Brown Boveri AG (1952-1965), Rüttgerswerke und Zellstoff Waldorf AG
  • 1935 Mitglied des Rotary-Clubs Frankfurt am Main, später Ehrenmitglied
  • Mitglied im Verwaltungsrat des Freien Deutschen Hochstifts
  • Förderer der „Freunde der Kirchenmusik“ in Frankfurt am Main: 1967 Johann-Sebastian-Bach-Plakette
  • 1943 Wehrwirtschaftsführer
  • 1952 Ehrenmitglied des Verbandes der Chemischen Industrie, 1960 Präsident des Ältestenrats
  • 1954 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main
  • 1955 Großes Bundesverdienstkreuz, 1965 mit Stern
  • 1955 Gründung der Hermann-Schlosser-Stiftung durch die Degussa zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (2001 Degussa-Stiftung)

Lebensorte:

  • Gießen; Hamburg; Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Schlosser, Johann Conrad Georg*, 1846-1926, Pfarrer in Gießen

Mutter:

Rendtorff, Lina Marie* Elisabeth, 1855-1947

Partner:

  • Grub, Emilie (Milly) Margarethe Friederike Christine, * Gießen Februar 1891, † März 1978, Heirat Mainz Mai 1915, Tochter des Heinrich Grub, 1860–1931, Oberbahnassistent in Langgöns, und der Luise Ströhmann, 1863–1940
Nachweise

Quellen:

  • Nachlass: Evonik Industries AG, Konzernarchiv, Hanau

Literatur:

Zitierweise
„Schlosser, August Hermann“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/124434754> (Stand: 8.10.2025)