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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1193507545
Riehm, Georg [ID = 11712]
- * 4.1.1888 Kirchgandern (Kreis Heiligenstadt), † 26.11.1946 Schlüchtern, katholisch
Maschinenschlosser, Geschäftsführer, Abgeordneter - Wirken ↑
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Werdegang:
- bis 1924 Maschinenschlosser in den Eisenbahnreparaturwerkstätten in Fulda
- anschließend bei der Konsumgenossenschaft in Schlüchtern
- Vorstandsmitglied der SPD in Stadt und Kreis Schlüchtern
- vor 1933 und nach 1945 Mitglied des Kreisausschusses des Kreises Schlüchtern
- 12.4.-7.7.1933 (als Nachfolger von Benno Schubert) Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Kassel bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für die Stadt Marburg (SPD)
- 7.7.1933 Entlassung wegen Zugehörigkeit zur SPD
- 7.8.1933 Umzug nach Wiesbaden-Dotzheim, dort Verkaufsstellenrevisor bei der Mainzer Konsumgenossenschaft, 1934 auf Betreiben der NSDAP ebenfalls entlassen
- kurzzeitig als Lebensmittelhändler in Darmstadt selbstständig, was er zum 1.11.1934 aber auch wieder aufgeben musste
- anschließend Leitung einer Tams & Garfs Kaffee- und Lebensmittelhandlung in Seligenstadt am Main
- ständige Überwachung durch die Gestapo
- 22.8.1944 Verhaftung im Rahmen der „Aktion Gitter“, „Schutzhaft“ im Hanauer Polizeigefängnis, 27.8.1944 ins Konzentrationslager Dachau verbracht, 14.9.1944 Entlassung und von dort zur einer „Bewährungseinheit“ der Wehrmacht an die Ostfront eingezogen
- bis Mitte 1945 Kriegsgefangenschaft
- Ende 1945 wieder Geschäftsführer der Konsum-Genossenschaft Schlüchtern
- 1946 Landtagskandidat der SPD im Wahlkreis XII (Kreis Schlüchtern)
- Vorsitzender des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes
- verunglückte tödlich auf einer Dienstreise
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Funktion:
- Kassel, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (SPD), 1933
- Hessen-Nassau, 22. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1933
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Lebensorte:
- Fulda; Schlüchtern; Wiesbaden; Darmstadt
- Familie ↑
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Vater:
Riehm, Wilhelm
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Mutter:
Kahlmeier, Katharina
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Partner:
- Happel, Auguste, * Wüstensachsen 21.1.1891, katholisch
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Bermejo, Der Verfolgung ausgesetzt – Hessische Parlamentarier in der NS-Zeit, Wiesbaden 2016, Nr. 63
- Pelda, Die Abgeordneten des Preußischen Kommunallandtags in Kassel 1867–1933, Marburg 1999, S. 173
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 311
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Bildquelle:
Häftlingsamt Konzentrationslager Dachau, Office Card Dachau Georg Riehm, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Riehm, Georg“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1193507545> (Stand: 4.1.2026)
