Hessische Biografie
Eimermann, Simon [ID = 25474]
- * 1534 Neustadt (Hessen), † 1583 Mettenheim (Rheinhessen), evangelisch
Theologe, Pfarrer - Biografischer Text
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Simon Eimermann wurde im Jahr 1534 in Neustadt (Hessen) als Sohn der Eheleute Hans und Elisabeth Eimermann geboren. Seine Kindheit und Jugend, die im Dunkeln liegen, dürfte er dort verbracht haben. Laut seiner eigenen Lebenslaufangabe immatrikulierte er sich um 1549 an der Universität Erfurt, die wie seine Heimatstadt zum Streubesitz der Erzbischöfe von Mainz gehörte. Nach wenigen Jahren soll er jedoch an die spätere Universität (damals noch „Hohe Schule“) Jena im Herzogtum Sachsen gewechselt sein, womit ein Übertritt Eimermanns vom katholischen zum evangelischen Glauben manifest wird. Durch Studienmatrikel belegt ist hingegen erst seine Immatrikulation an der ebenfalls evangelischen Universität Marburg, die im Jahr 1555 erfolgte und mit der Eimermann in seine Heimat zurückkehrte. Nach Abschluss der akademischen Ausbildung wurde er 1558 zum Inhaber der vermutlich im Rahmen der Hinwendung der Landgrafschaft Hessen zur Reformation neugeschaffenen Pfarrei Laisa berufen. Wahrscheinlich wegen des kargen Solds, den er in dieser Stellung bekam, versah er gleichzeitig den Schulmeisterdienst im benachbarten Battenberg. Eventuell war es jener ungeliebte Zusatzdienst, der Eimermann dazu bewog, das Ederbergland 1565 bereits wieder zu verlassen und den Pfarrdienst im Hinterländer Ort Obereisenhausen anzutreten, zu dem anscheinend schon damals auch der große Nachbarort Gönnern gehörte. Die damit verbundene bessere Besoldung hielt ihn immerhin zehn Jahre, bis er seine Stelle im Jahr 1575 dem aus Battenberg stammenden Laurentius Wagner überließ. Wo Eimermann kurz danach weilte, ist unbekannt. Er tritt erst 1579 wieder in Erscheinung, und zwar als Pfarrer der rheinhessischen Gemeinde Mettenheim, die ihm aufgrund ihrer Größe und Lage vermutlich eine noch auskömmlichere Bezahlung bot. Auf welche Weise Eimermann an diesen neuen Dienstort gelangte, entzieht sich näherer Kenntnis. Er dürfte die Pfarrei jedoch bis zu seinem 1583 erfolgten Tod innegehabt haben.
Matthias Seim
- Literatur
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- Daniel Bamberger, Die ältesten Kirchenbücher des Amtes Battenberg, in: Hinterländer Geschichtsblätter 103 (2025), S. 189-191
- Hütteroth, Die althessischen Pfarrer der Reformationszeit 1, S. 68
