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Hessische Biografie

Portrait

Georg Hermann Sauerbier
(1886–1970)

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Sauerbier, Georg Hermann [ID = 14331]

* 10.7.1886 Butzbach, † 14.1.1970 Wiesbaden, evangelisch; gottgläubig
Landwirt, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Landwirtschaftsstudium an der Universität Gießen
  • Teilnehmer am Ersten Weltkrieg
  • 1921-1930 Leitung seines eigenen Hofguts in Pasewalk/Pommern, dort Wahl zum Amtsvorsteher des Bezirks
  • in den 1920er Jahren als Mitglied des Kreistages des Kreises Ueckermünde (Wirtschaftspartei)
  • 1930 Erwerb des Hofguts Georgenthal bei Steckenroth im Untertaunus, Selbstbewirtschaftung bis 1939
  • 1932 Eintritt in die NSDAP
  • Mitglied des Kreistags des Untertaunuskreises (NSDAP)
  • 1933 Erster Kreisdeputierter des Untertaunuskreises
  • 1933 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Stadtkreis Wiesbaden (NSDAP), Stellvertreter der Hauptversammlung der Hessen-Nassauischen Lebensversicherungsanstalt und der Nassauischen Landesversicherungsbank
  • zeitweise führende Positionen in landwirtschaftlichen Gremien und NS-Organisationen als Vorsitzender des Kreislandbundes (1932), Präsident der Landwirtschaftlichen Kammer Wiesbaden (1933) und Hauptabteilungsleiter bei Landesbauernschaft Hessen-Nassau und Frankfurt am Main (1933-1934)
  • 1933/34 Kreisbauernführer des Untertaunuskreises, Bezirksbauernführer
  • 1934-1939 Mitglied der „Spruchkammer des Regierungsbezirkes Wiesbaden für Siedlung und Auseinandersetzung“
  • Anfang 1939 Ausschluss aus NSDAP, danach Verpachtung des Hofguts Georgenthal, da ihm die „Bauernfähigkeit“ durch das Reichserbhofgericht abgesprochen wurde
  • 1939-1945 hauptamtlicher Provinzialgüterdirektor (Leitung Gutswirtschaften und Gärtnereien der Kommunalverbände in Wiesbaden und Kassel)
  • August 1939-Februar 1940 Ableistung des Wehr- und Kriegsdienstes
  • unmittelbar nach seiner Rückkehr Ernennung zum kommissarischen Direktor der Landesarbeitsanstalt Breitenau
  • Januar 1945 endgültige Ernennung zum Direktor des Landesanstalt, vorher - infolge der Teilung der Provinz Hessen-Nassau - Verlegung des Dienstsitzes von Wiesbaden nach Kassel (Ende 1944)
  • 1945 Verhaftung nach Einmarsch amerikanischer Truppen
  • bis September 1946 Inhaftierung im Internierungs- und Arbeitslager Darmstadt

Funktion:

  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (NSDAP), 1933
  • Hessen-Nassau, 22. Provinziallandtag, Mitglied (NSDAP), 1933

Lebensorte:

  • Gießen; Pasewalk
Familie

Vater:

Sauerbier, Wiegand Wilhelm*, * Butzbach 14.12.1853, Ziegler, Sohn des Johannes Sauerbier, Ziegler, und der Johannette Dorothea Dörfler

Mutter:

Bopp, Katharina, * Bellersheim 30.10.1856, Heirat Bellersheim 7.3.1882, Tochter des Georg Bopp, Bürgermeister, und der Katharina Elisabetha Löbsack

Partner:

  • Henck, Hildegard* Julie, * Bershof/Lettland 10.6.1894

Verwandte:

  • Sauerbier, Johann Friedrich Adolf* <Bruder>, * Butzbach 2.2.1883, † Gießen 14.5.1953, Landwirt, verheiratet Butzbach 30.5.1908 mit Anna* Margarete Marie Luise Friederike Küchel
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Sauerbier, Georg Hermann“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1193288126> (Stand: 4.8.2025)