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Historisches Ortslexikon

Hasselborn

Ortsteil · 340 m über NN
Gemeinde Waldsolms, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

16 km südwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Grävenwiesbach - Solms/Albshausen ("Solmsbachtalbahn") von 1912 bis zur Stillegung der Teilstrecke ab hier bis Albshausen am 29. Mai 1988 (Teilstrecke von hier bis Grävenwiesbach bereits 1984 stillgelegt).

Ersterwähnung:

1699

Siedlungsentwicklung:

Um 1700 wird Hasselborn von Graf Walrad von Nassau-Usingen einem Teil der von ihm in der Neustadt von Usingen angesiedelten Hugenotten als Siedlungsort zugewiesen.

Historische Namensformen:

  • Hasselborn (1699)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3463896, 5585714
UTM: 32 U 463836 5583920
WGS84: 50.406204° N, 8.491083° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532022030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 334, davon 72 Acker (= 21.56 %), 14 Wiesen (= 4.19 %), 230 Holzungen (= 68.86 %)
  • 1961 (Hektar): 334, davon 236 Wald (= 70.66 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 102, davon 102 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 295, davon 202 evangelisch (= 68.47 %), 91 katholisch (= 30.85 %)
  • 1970: 266 Einwohner

Diagramme:

Hasselborn: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Grafschaft Usingen
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Usingen, Kirchspiel Grävenwiesbach
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Usingen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Kreis Idstein (Verwaltungsbezirk VII)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Usingen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1816: Amt Usingen
  • 1849: Justizamt Usingen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Usingen
  • 1867: Amtsgericht Usingen

Herrschaft:

1705 erlässt Graf Wilhelm Heinrich von Nassau -Usingen einen Freiheitsbrief für Hasselborn.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 wurde Hasselborn im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Waldsolms eingegliedert.

Kirche und Religion

Bekenntniswechsel:

1699 Gründung einer französisch-reformierten Gemeinde.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hasselborn, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8469> (Stand: 29.4.2024)