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Historisches Ortslexikon

Hain-Gründau

Ortsteil · 150 m über NN
Gemeinde Gründau, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4,5 km nordwestlich von Gelnhausen

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer der Gründau gelegen

Ersterwähnung:

1258

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3510202, 5567462
UTM: 32 U 510123 5565675
WGS84: 50.243143° N, 9.141971° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435012030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1798, davon 1345 Acker, 383 Wiesen, - Wald
  • 1961 (Hektar): 587, davon 138 Wald (= 23.51 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1054, davon 912 evangelisch (= 86.53 %), 109 katholisch (= 10.34 %)
  • 1970: 1186

Diagramme:

Hain-Gründau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Isenburg-Büdingen, Amt Büdingen, Gericht Büdingen
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Büdingen, Gericht Büdingen
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Büdingen (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Büdingen (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1262: Gericht Gründau
  • 1424: Gericht Büdingen
  • 1787: Gericht Büdingen
  • 1820: standesherrliches Amt Büdingen
  • 1822: Landgericht Büdingen
  • 1879: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Gemeinde Gründau (Kreis Gelnhausen).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1268 Prämonstratenserstift Selbold
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts zum Kirchspiel von Niedergründau gehörig.

Bis 1581 Filial von Büdingen, danach eigenständige Pfarrei.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Büdingen, Einführung der Reformation vermutlich um 1535.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Michael Eichler 1581-82

Reformierter Bekenntniswechsel: 1601 durch Wolfgang Ernst I. zu Isenburg-Birstein, 1635 wieder lutherisch unter hessen-darmstädtischer Herrschaft, 1642 wieder reformiert unter Isenburger Herrschaft

Seit 1817 unierte Pfarrei.

Juden:

1830: 4, 1905: 13 Juden; Betsaal, Friedhof vorhanden

Kultur

Schulen:

um 1715 Betreuung der Schule durch die Pfarrer, 1750 Trennung von Schul- und Pfarramt; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1885; 12.02.1914 Einweihung des neuen Schulhauses

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hain-Gründau, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12743> (Stand: 29.4.2024)