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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

Glaam

Ortsteil · 326 m über NN
Gemeinde Hohenroda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

18 km südöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

Kleines Dorf mit lockerer Gehöftanordnung unmittelbar an der westlich verlaufenden Landesgrenze zum Freistaat Thüringen. Durch den Ort führt die von der L3173 im Westen nach Osten abzweigende Talstraße (K 6), im Süden fließt der in die Ulster mündende Breizbach.

Ersterwähnung:

1592

Historische Namensformen:

Umlegung der Flur:

1919-1932

Älteste Gemarkungskarte:

1856

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3566366, 5631342
UTM: 32 U 566265 5629529
WGS84: 50.813694° N, 9.940606° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632010020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 96, davon 65 Acker (= 67.71 %), 14 Wiesen (= 14.58 %), 6 Holzungen (= 6.25 %)
  • 1961 (Hektar): 152, davon 4 Wald (= 2.63 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1809: 92 Seelen in 16 Haushaltungen
  • 1885: 95, davon 95 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 112, davon 110 evangelisch (= 98.21 %), 2 katholisch (= 1.79 %)
  • 1970: 109

Diagramme:

Glaam: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1738: Herrschaftsgebiet Masbach
  • 1789: reichsritterschaftliche Herrschaft Mansbach
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, reichsritterschaftliches Gericht Mansbach
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hünfeld

Gericht:

  • 1822: Justizamt Eiterfeld
  • 1867: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Herrschaft:

Glaam ist Bestandteil der aus Grundbesitz hervorgegangenen kleinen Herrschaft derer von Mansbach, die sie von den Äbten von Fulda als Lehen empfingen.

1628 beschweren sich die Einwohner zu Mansbach, Oberbreitzbach, Glaam und zugehörigen Lehensleuten aus Buttlar und Wenigentaft beim Abt von Fulda über die von ihren Junkern verlangten Dienste.

1738 und 1809 denen von Geyso gehörig.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.9.1968 im Zuge der hessischen Gebietsreform nach Ransbach eingegliedert, dem 1.2.1971 Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Hohenroda.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1872 und 1994 nach Mansbach eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

Das Wasser für die bis 1885 betriebene Mahl- und Gipsmühle wurde dem Breitzbach entnommen. Sie wird im Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau (1885) nicht mehr aufgeführt.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Glaam, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3338> (Stand: 28.5.2026)