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Historisches Ortslexikon

Altwiedermus

Ortsteil · 161 m über NN
Gemeinde Ronneburg, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10,5 km nordwestlich von Gelnhausen

Lage und Verkehrslage:

Am westlichen Ufer des Fallbachs gelegen

Ersterwähnung:

1173

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3503852, 5566472
UTM: 32 U 503776 5564685
WGS84: 50.234318° N, 9.052942° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435024010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 870, davon 717 Acker, 121 Wiesen
  • 1961 (Hektar): 480, davon 69 Wald (= 14.38 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 459, davon 363 evangelisch (= 79.08 %), 93 katholisch (= 20.26 %)
  • 1970: 513

Diagramme:

Altwiedermus: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Isenburg-Meerholz, Amt Marienborn (Gericht Eckhartshausen)
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Marienborn
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Marienborn (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Marienborn (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Hanau
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1787: Gericht Eckhartshausen
  • 1820: standesherrliches Amt Marienborn
  • 1822: Landgericht Büdingen
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Gemeinde Ronneburg (Kreis Hanau).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1236 bestätigt Kaiser Friedrich II. dem Kloster Selbold seinen Besitz in Altwiedermus.

Zehntverhältnisse:

Das Kloster Selbold bekundet 1173, den Nonnen zu Meerholz einige Zehnten am Fluß Kinzig, u.a. zu Altwiedermus, übertragen zu haben.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

zu Eckartshausen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Eckartshausen, Einführung der Reformation vermutlich Anfang der 1540er Jahre.

Kirchliche Mittelbehörden:

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Eckartshausen Sendort für Altwiedermus

Juden:

1830: 18, 1905: 25 Juden (8,45 % der Gesamtbevölkerung), 1933: 27

1873 Bau einer Synagoge; Friedhof vermutlich seit dem 15./16. Jahrhundert

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1790

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Altwiedermus, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12756> (Stand: 29.4.2024)