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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

Gethsemane

Ortsteil · 340 m über NN
Gemeinde Philippsthal (Werra), Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15 km östlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

Siedlung auf rechteckiger Grundfläche mit regelhaftem Straßenraster und Kirche in zentraler Lage. Nördlich von Gethsemane verläuft die B 62 entlang des östlich bei Heimboldshausen in die Werra mündenden Stärkelbaches.

Ersterwähnung:

1700

Siedlungsentwicklung:

Anlage der Hugenottensiedlung vor 1700

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3565138, 5636059
UTM: 32 U 565038 5634244
WGS84: 50.85623° N, 9.924022° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632016010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 179, davon 153 Acker (= 85.47 %), 4 Wiesen (= 2.23 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 179, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1707: 12 Familien
  • 1780: 81 Einwohner
  • 1885: 174, davon 174 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 261, davon 236 evangelisch (= 90.42 %), 25 katholisch (= 9.58 %)
  • 1970: 262 Einwohner
  • 1780: 11 Bauern, 2 Handwerker, davon - mit mehr als 0,5 ha Land, 4 Tagelöhner

Diagramme:

Gethsemane: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1699-1800: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Französische Kanzlei (ursprünglich Französische Kommission, dann Französische Kanzlei, ab 1778 offiziell Französische Justizkanzlei)
  • 1800-1803: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Friedewald
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Friedewald
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1867: Amtsgericht Friedewald
  • 1879: Amtsgericht Friedewald
  • vor 1945: Amtsgericht Friedewald
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft:

Bis 1800 unterstand die Kolonie der Französischen Kanzlei der landgräflichen Regierung in Kassel.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil der Gemeinde Philippsthal (Werra) eingegliedert.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1710/11 Errichtung einer Fachwerkkirche, 1889 Abriss und Neuerrichtung aus Backstein in neugotischen Formen

Pfarrzugehörigkeit:

1826 wird Gethsemane als Vikariat mit Hilmes verbunden und bleibt es bis zu dessen Aufhebung 1976. Seitdem ist es Filialgemeinde von Heimboldshausen.

Bekenntniswechsel:

Um 1700 Gründung einer französisch-reformierten Gemeinde.

Kultur

Schulen:

Schule in die 1710/11 errichtete Kirche integriert

1910 einklassige Volksschule, 1969 aufgelöst

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gethsemane, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3045> (Stand: 3.6.2026)