Historisches Ortslexikon
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 65. Niederaula
Gershausen
-
Ortsteil · 245 m über NN
Gemeinde Kirchheim, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
11,4 km südwestlich von Bad Hersfeld
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Lage und Verkehrslage:
Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung an den Südausläufern des Knüllgebirges am linken Ufer der Ibra, einem westlichen Zufluss der Fulda. Über die K 32 und 33 (Gershäuser Straße) hat Gershausen Zubringer zur östlich verlaufenden A 7 und ist mit der im Westen verlaufenden L 3294 verbunden. Jüngere Siedlungsentwicklung entlang eines nördlichen Seitentals (Sauerbach) der Ibra
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Ersterwähnung:
1350
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Historische Namensformen:
- Goshusen, zů (1350) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 387]
- Goyshusin (1365) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 478]
- Goeshusen, zcu (1440) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 966]
- Goyshusen, zcu (1459) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 1070]
- Gurshausen (1500) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 166]
- Goershusen (1503) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 166]
- Gershusen (1505) [HStAM Best. Urk. 49 Nr. 4321]
- Gershausen (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
- Geershaúsen (1747) [Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105]
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Umlegung der Flur:
1914, 1952
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Älteste Gemarkungskarte:
1730
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3539250, 5632953
UTM: 32 U 539160 5631139
WGS84: 50.830644° N, 9.556058° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
632011040
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Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 231, davon 151 Acker (= 65.37 %), 35 Wiesen (= 15.15 %), 6 Holzungen (= 2.60 %)
- 1961 (Hektar): 235, davon 18 Wald (= 7.66 %)
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Einwohnerstatistik:
- um 1610: 23 Hausgesesse
- 1628: 23 Hausgesesse
- 1673: 15 Hausgesesse
- 1747: 19 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1766: 19 steuerpflichtige Häuser mit 95 Menschen; Gewerbetreibende: 12 Leineweber, die auch ihr eigen Haustuch machen, 1 Schmied, 1 Müller, die übrigen nähren sich vom Ackerbau (HStAM Best. 49 d, Hersfeld Nr. 100)
- 1885: 163, davon 163 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 199, davon 177 evangelisch (= 88.94 %), 20 katholisch (= 10.05 %)
- 1970: 237
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
- 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Niederaula
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula (zuletzt Landgericht Hersfeld)
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Altkreis:
Hersfeld
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Gericht:
- vor 1822: Amt Niederaula
- 1822: Landgericht Hersfeld
- 1832: Justizamt Niederaula
- 1867: Amtsgericht Niederaula
- 1879: Amtsgericht Niederaula
- 1932: Amtsgericht Bad Hersfeld
- 1933: Amtsgericht Oberaula (Zweigstelle Niederaula)
- 1943: Amtsgericht Oberaula
- 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld
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Herrschaft:
Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 ist Gershausen in hersfeldischem Besitz und ist dem Amt Niederaula zugeordnet. Es gehört zu den Dörfern, mit denen die Äbte von Hersfeld ihre Burgmannen in Hattenbach ausstatteten.
1350 verkauft das Kloster Hersfeld Güter bei Gershausen und Hattenbach an Heinrich und Konrad von Reckerode. 1365 erfolgt der Verkauf eines Guts am Eichberg bei Gershausen durch den Hattenbacher Burgmann Heinrich von Reckerode an die Brüder Konrad, Simon und Heinrich Berngoß. 1440 und 1459 lassen sich die Herren von Schlitz in Gershausen als Lehnsmannen von Hersfeld nachweisen. Die Güter gehören zum Burglehen Hattenbach.
1766 steht das Dorf mit aller Gerichtsbarkeit den Landgrafen von Hessen zu.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Kirchheim eingegliedert.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Kloster Hersfeld.
- 1505 wird ein Hersfeldischer Lehenbrief u.a. über ein halbes Gut zu Gershausen an die Wallenstein ausgestellt.
- Kirche und Religion ↑
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Pfarrzugehörigkeit:
1747, 1766, 1872 und 1994 zu Kirchheim
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.
- Kultur ↑
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Schulen:
1766 ist kein Schulmeister, aber ein Schulhalter vorhanden, welcher in Kirchheim lebt
1910 einklassige Volksschule
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Wirtschaft ↑
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Mühlen:
Bereits 1431 wird eine Mühle zu Gershausen als Bestandteil eines hersfeldischen Burglehens zu Hattenbach erwähnt (HStAM Best. Urk. 14 Nr. 13256).
1766 betreibt eine Mühle an der Südgrenze von Gershausen mit dem Wasser der Ibra über ein oberschlägiges Wasserrad einen Mahl-, Schlag- und Schneidegang. Der Betrieb wird um 1974 eingestellt.
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 470 f.
- Scholz, Wasser- und Windmühlen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, S. 104-105
- Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 314 (Register)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 166 f.
- Classen, Kirchliche Organisation, S. 225
- Zitierweise ↑
- „Gershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3034> (Stand: 4.2.2026)

