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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Geiß-Nidda

Stadtteil · 160 m über NN
Gemeinde Nidda, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

16,5 km nordöstlich von Friedberg

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1232)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3497869, 5585479
UTM: 32 U 497795 5583685
WGS84: 50.405198° N, 8.968975° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440016050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2198, davon 1592 Acker, 274 Wiesen, 202 Wald
  • 1961 (Hektar): 688, davon 41 Wald (= 5.96 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 809, davon 720 evangelisch (= 89.00 %), 89 katholisch (= 11.00 %)
  • 1970: 872 Einwohner

Diagramme:

Geiß-Nidda: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt (Grafschaft) Nidda und Lißberg, Amt Nidda 1/20 (19/20 Krug von Nidda)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Patrimonialgericht von Krug (1/20 Domanial-Besitz)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1820: Patrimonialgericht Geiß-Nidda
  • 1821: Landgericht Nidda
  • 1879: Amtsgericht Nidda

Gemeindeentwicklung:

1.4.1953: Umgemeindung des Wohnplatzes Schleifeld (Hof; 64 Einw.) von der Gemeinde Dauernheim

Am 1.12.1970 zur Stadt Nidda.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1234: Kapelle
  • 1336: Pfarrer
  • um 1435: eigenständige Pfarrei

Pfarrzugehörigkeit:

1234: zur Pfarrei Dauernheim gehörig, um 1435 eigenständige Pfarrei

15. Jahrhundert Sendort von Dauernheim

Patronat:

1234: Kloster Fulda, nach Einführung der Reformation bei den Landgrafen von Hessen. Im 17./18. strittig mit den Herren von Rodenstein

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Koberger 1559-1574

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Mariengreden zu Mainz, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Dauernheim

ab 1435 Archidiakonat St. Mariengreden zu Mainz, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Geiß-Nidda

Kultur

Schulen:

nachgewiesene Schule im 17. und 18. Jahrhundert; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1884 und 1905

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Geiß-Nidda, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12052> (Stand: 29.4.2024)