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Historisches Ortslexikon

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5323 Schlitz
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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 9. Lauterbach
Gerichtsstätten
Fraurombach, Gerichtsplatz

Fraurombach

Stadtteil · 238 m über NN
Gemeinde Schlitz, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14,5 km nordöstlich von Lauterbach

Lage und Verkehrslage:

An der Einmündung des Rombachs in die Fulda

Ersterwähnung:

794-800

Weitere Namen:

  • Frauen-Rombach

Historische Namensformen:

  • Ruochenbach (794-800, Kopiar um 1200) [Engelbert, Vita Sturmi, S. 136]
  • Ruhunbach (980) [Gewässername, MGH Diplomata Könige 2,1, Otto II. : Sickel, Nr. 221]
  • [vgl. auch Michelsrombach und Oberromach, beide Landkreis Fulda]
  • Inferiori Ruhembach (1343) [Staatsarchiv Marburg Urkunden der Reichsabtei Fulda Klöster, Propsteien und Stifter R II, Frauenberg]
  • nydern Rombach (Kopiar 1350-1400) [Staatsarchiv Marburg Kopiar 432, fol. 282r]
  • Frauôwen Rombach (1470, Kopiar um 1850) [Landesbibliothek Fulda, Franz Michael Denner, Sammlung Fuldaischer Urkunden, Band 6, S. 39]
  • Fraw Rombach (1613) [Staatsarchiv Darmstadt Gemeindeangelegenheiten Abt. XIII 2 Konvolut 40, Faszikel 31]

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3543361, 5615650
UTM: 32 U 543269 5613843
WGS84: 50.674818° N, 9.612371° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535015020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1951, davon 764 Acker, 310 Wiesen, 777 Wald
  • 1961 (Hektar): 685, davon 390 Wald (= 56.93 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 249, davon 227 evangelisch (= 91.16 %), 16 katholisch (= 6.43 %)
  • 1970: 233

Diagramme:

Fraurombach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, Amt Schlitz, Gericht Hutzdorf (Mannlehen vom Fürstentum Fulda)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Schlitz (zur Standesherrschaft Schlitz gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Schlitz (zur Standesherrschaft Schlitz gehörig)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Schlitz
  • 1838: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Lauterbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Lauterbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Lauterbach

Gericht:

  • 1806: Gericht Hutzdorf
  • 1821: Landgericht Schlitz
  • 1879: Amtsgericht Schlitz
  • 1943: Amtsgericht Lauterbach
  • 1945: Amtsgericht Schlitz
  • 1968: Amtsgericht Lauterbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Schlitz eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Fulda.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Bis 1800 Filial von Schlitz, danach eigenständige Pfarrei.

Bekenntniswechsel:

Da bis 1800 Filial von Schlitz, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Schlitzer Pfarrer Heinrich Neun ab 1546.

Katholischer Bekenntniswechsel: 1628, 1632 wieder lutherisch

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1759

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Fraurombach, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9819> (Stand: 17.3.2022)