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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Herzogtum Nassau 1819 – 41. Dasbach

Engenhahn

Ortsteil · 415 m über NN
Gemeinde Niedernhausen, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12,6 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung im schmalen Tal des Daisbaches. Kirche westlich des Ortes in erhöhter Lage.

Ersterwähnung:

Anfang 13. Jahrhundert

Siedlungsentwicklung:

Um 1652 wandern auf Veranlassung der Landesherrschaft wallonische Familien zu, seither ist der Ort überweigend katholisch.

Historische Namensformen:

  • Honechinhan (um 1215-1222) [Kopialbuch von St. Stephan, Mainz: Rotulus iurium et bonorum ecclesiae Sancti Stephani Moguntinae/Cartulaire de St. Etienne de Mayence. Nationalbibliothek Paris, Fonds Latin Nr. 17 794, S. 183-185. Teilabdruck bei Bodmann, Rheingauische Alterthümer 1, S. 43 Anm. k]
  • Unechingagin (1221)
  • Unchinhan (1448)
  • Unchenhann (1484)
  • Unchenhan (1612)
  • Engenhan (1730)
  • Enchenhahn (1751)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 1215-1222)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3446464, 5560052
UTM: 32 U 446410 5558268
WGS84: 50.174192° N, 8.249525° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439011010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 433, davon 61 Acker (= 14.09 %), 38 Wiesen (= 8.78 %), 306 Holzungen (= 70.67 %)
  • 1961 (Hektar): 558, davon 378 Wald (= 67.74 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1566: 9 nassauische Haushalte
  • 1821: 125 Einwohner
  • 1885: 231, davon 33 evangelisch (= 14.29 %), 198 katholisch (= 85.71 %)
  • 1961: 450, davon 138 evangelisch (= 30.67 %), 289 katholisch (= 64.22 %)
  • 1970: 660

Diagramme:

Engenhahn: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1566: Amt Idstein
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Idstein
  • 1813: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Amt Idstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VII (Kreisamt Idstein)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • bis 1816: Oberamt Idstein
  • 1816: Amt Idstein
  • 1849: Justizamt Idstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Idstein
  • 1867: Amtsgericht Idstein

Gemeindeentwicklung:

1.4.1954: Umgemeindung eines bewohnten Flurstücks (9 Einw.) von der Gemeinde Neuhof

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (um 1215-1222) beklagt das Mainzer Stephanstift Güterverluste in Engenhahn. 1448 und um 1650 zum Seelbacher Grund, Herrschaft Nassau-Idstein gehörig. 1526 schlichtet der Amtmann von Idstein eien Streit mit Niederseelbach wegen der Viehtrift am Lenzenberg.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1890/91 Kirche errichtet.

Patrozinien:

  • Martha

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich wohl zu Schloßborn, um 1200 zu Oberjosbach, Anfang des 13. Jahrhunderts schließlich zum Kirchspiel Niederseelbach gehörig.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1560.

Um 1652 wandern auf Veranlassung der Landesherrschaft wallonische Familien zu, seither ist der Ort überwiegend katholisch.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Engenhahn, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10764> (Stand: 16.10.2018)