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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 8. Alsfeld

Altenburg

Stadtteil · 267 m über NN
Gemeinde Alsfeld, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2 km südlich von Alsfeld

Ersterwähnung:

1193

Siedlungsentwicklung:

Die Siedlung entwickelte sich aus der fuldischen, später hessischen Burg.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3519546, 5622084
UTM: 32 U 519464 5620275
WGS84: 50.733939° N, 9.275809° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535001020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2010, davon 832 Acker, 430 Wiesen, 591 Wald
  • 1961 (Hektar): 502, davon 153 Wald (= 30.48 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 880, davon 768 evangelisch (= 87.27 %), 100 katholisch (= 11.36 %)
  • 1970: 857

Diagramme:

Altenburg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld, Amt Alsfeld
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Alsfeld
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Alsfeld
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Romrod
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Alsfeld (verlegt aus Romrod) (Umbenennung)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Alsfeld

Gericht:

  • 1821: Landgericht Alsfeld
  • 1879: Amtsgericht Alsfeld

Herrschaft:

1280: Renhardus dictus ex inferiori curia Aldenburg (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1 Nr. 385), 1283: Renhardus ex superiori curia Aldenburg (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 1 Nr. 419).

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1969 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadt Alsfeld.

Besitz

Ortsadel:

1193: Sifridus de Aldenbure (Wenck, Hessische Landesgeschichte 1 Nr. 375); 1368: Ludewig von Wigkenborn ... burgmann czuê der Aldenburg bie Alsfelt (Wyss, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei 3 Nr. 1091).

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • der cappeln uff der Allenborgh 1511 (Universitätsbibliothek Gießen Handschriften N.F. 201, S. 94).

Patrozinien:

  • Barbara

Pfarrzugehörigkeit:

Bis 1749 zur Pfarrei Alsfeld gehörig, danach eigenständige Pfarrei.

Patronat:

Riedesel zu Eisenbach

Diakonische Einrichtung:

Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen nennt für 1900 eine Kleinkinderschule mit einer Schulschwester, einer Diakonisse aus Nonnenweier; Schwestern aus dem Elisabethenstift Darmstadt betreuen von 1934 bis 1937 den Kindergarten (Angaben basieren auf Mitteilungen des Zentralarchivs der EKHNZA in Darmstadt vom 01.07.2021)

Bekenntniswechsel:

Da bis 1749 Filial von Alsfeld, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Alsfelder Pfarrer Tilemann Schnabel ab 1526.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Johann Ernst Struve 1750-1752

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser von 1878 und 1904

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Altenburg, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9664> (Stand: 8.3.2024)