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Historisches Ortslexikon

Eisemroth

Ortsteil · 346 m über NN
Gemeinde Siegbach, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km östlich von Dillenburg

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Weimar/Niederwalgern – Herborn ("Aar-Salzböde-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.8.1902).

Siedlungsentwicklung:

Auf der Wasserscheide zwischen Siegbach- u. Salzbödetal gelegen; ca. 2 km nordwestlich Ortsmitte Eisemroth; in der Nähe der Straße Eisemroth - Hartenrod wird die frühgeschichtliche Siedlung Eckardsrode vermutet.

Es bestand 1344 und 1384 aus zwei Orten, Ober- und Nieder-Isenburgerode

Ortsteile:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Auf einem kleinen Hügel östlich an den alten Ortskern von Eisemroth angrenzend Kirchturm, der als Rest einer Befestigungsanlage gedeutet wird.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3458816, 5622304
UTM: 32 U 458758 5620495
WGS84: 50.734782° N, 8.415576° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532019010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 978, davon 318 Acker (= 32.52 %), 109 Wiesen (= 11.15 %), 241 Holzungen (= 24.64 %)
  • 1961 (Hektar): 977, davon 296 Wald (= 30.30 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 557, davon 556 evangelisch (= 99.82 %), 1 katholisch (= 0.18 %)
  • 1961: 1117, davon 1020 evangelisch (= 91.32 %), 95 katholisch (= 8.50 %)
  • 1970: 1704 Einwohner

Diagramme:

Eisemroth: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürst zu Nassau-Diez, Dillenburg, Hadamar und Siegen (Nassau-Oranien), Fürstentum Dillenburg, Amt Tringenstein
  • 1806-1813: Großherzogtum Berg, Departement der Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Herborn, Amt Tringenstein
  • 1813: Fürstentum Nassau-Oranien, Amt Tringenstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Herborn
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk I (Kreisamt Herborn)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Herborn
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg
  • 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Dillkreis

Gericht:

  • bis 1816: Amt Ebersbach
  • 1816: Amt Herborn
  • 1849: Justizamt Herborn
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Herborn
  • 1867: Amtsgericht Herborn

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 wurde Eisemroth im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Siegbach eingegliedert. Bereits am 1.12.1970 war Oberndorf mit Eisemroth zusammengeschlossen worden.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1395 Kirche
  • 1428 Pleban

Patrozinien:

  • Antonius Abbas [1517]

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche: Herborn

Kirchspiel: 1591 Oberndorf mit Kapelle, Tringenstein mit Kapelle, Übernthal mit Kapelle, Wallenfels mit Kapelle

Patronat:

Bis 1395 von Buchenau und von Lynne

1395 von Lynne

1492 von Dernbach (als Lehen von Nassau-Dillenburg)

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1, ein Kindergarten mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Nassau-Dillenburg: ab 1533

Reformierter Bekenntniswechsel: um 1575

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Eisemroth, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8394> (Stand: 27.3.2026)