Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald
Wehrshausen
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Ortsteil · 375 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
14,5 km südöstlich von Bad Hersfeld
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Lage und Verkehrslage:
Kleines Dorf mit lockerer Gehöftanordnung und geringer Siedlungsdichte südöstlich von Schenklengsfeld. Im Ort zweigt von der Soisbergstraße (K 14) die Kreuzbergstraße (K 15) in Richtung der nördlich verlaufenden L 3172 ab.
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Ersterwähnung:
1367
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Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Heringen.
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Historische Namensformen:
- Weringishusin, de (1367) [HStAM Best. Urk. 14 Nr. 3213]
- Werichshusen, zcu (1371) [ HStAM Best. Urk. 56 Nr. 526]
- Weringeshusen (1494) [HStAM Best. Urk. 13 Nr. 4178]
- Werßhausen (1559) [Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 208 Beilage 15]
- Wershausen (1571) [Abschrift 1740 HStAM Best. S Nr. 449 (Salbuch Amt Landeck)]
- Werßhausen (1585) [Der ökonomische Staat, S. 85]
- Würschhausen (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
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Umlegung der Flur:
1899
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Älteste Gemarkungskarte:
1705
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3562585, 5630519
UTM: 32 U 562486 5628706
WGS84: 50.806717° N, 9.886825° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
632019120
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Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 562, davon 368 Acker (= 65.48 %), 63 Wiesen (= 11.21 %), 76 Holzungen (= 13.52 %)
- 1961 (Hektar): 586, davon 104 Wald (= 17.75 %)
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Einwohnerstatistik:
- 1571: 29 Hausgesesse
- 1585: 29 Hausgesesse
- um 1610: 29 Hausgesesse
- 1628: 29 Hausgesesse
- 1673: 11 Hausgesesse
- 1747: 29 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1826: 17 steuerpflichtige Häuser mit 78 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Schneider, 1 Schäfer, 1 Tagelöhner
- 1885: 178, davon 178 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 269, davon 224 evangelisch (= 83.27 %), 42 katholisch (= 15.61 %)
- 1970: 274
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
- 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Altkreis:
Hersfeld
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Gericht:
- vor 1822: Amt Landeck
- 1822: Justizamt Friedewald
- 1832: Justizamt Friedewald
- 1833: Justizamt Schenklengsfeld
- 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
- 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
- vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
- 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld
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Herrschaft:
Zunächst Dorf des hersfeldischen Amts Landeck.
1371 verkauft Wilhelm Hofmeister mit Erlaubnis seines Lehnsherrn, des Abtes von Hersfeld, an Otto von Romrod und dessen Ehefrau Elisabeth seinen Anteil an der Burg Landeck und an dem Gut in Wehrshausen.
1494 verkauft Engelhard von Buchenau für 2.000 Gulden verschiedene Dörfer, Wälder und Wüstungen u.a. Rotensee und Wehrshausen an Landgraf Wilhelm von Hessen. Die von Buchenau empfangen Anteile von Wehrshausen spätestens seit 1567 als hessisches Lehen. Hoheitsrechte erlangten sie hier indes nicht.
Verwaltungstechnisch gehört Wehrshausen im Spätmittelalter zum Amt Landeck, dessen Sitz die Burg ist. Zugleich ist es Grenzort zur Gebiet der Abtei Fulda. Die Landgrafen von Hessen versuchen seit dem 15. Jahrhundert, ihre Herrschaft in diesem Raum auszudehnen und die Abtei zurückzudrängen. 1585 ist die Herrschaft zwischen Hersfeld und Hessen noch geteilt. Nach dem Dreißgjährigen Krieg fällt mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen.
1559 kommt es zur Beilegung langjähriger Grenzstreitigkeiten mit dem fuldischen Gebiet. Wehrhausen besitzt im 16. Jahrhundert eine gemeinsame Waldmark mit Schenklengsfeld.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- Keine eigene Ortskirche
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Pfarrzugehörigkeit:
1747, 1826, 1872 und 1994 zu Schenklengsfeld gehörig
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.
- Kultur ↑
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Schulen:
1826 keine Schule vorhanden
1910 einklassige Volksschule
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Wehrshausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3293> (Stand: 22.5.2026)

