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Historisches Ortslexikon

Ehringshausen

Ortsteil · 174 m über NN
Gemeinde Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10 km nordwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

An der Mündung der Lemp in die Dill gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Burbach – Gießen ("Dilltalbahn";"Hellertalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 12.1.1862).

Ersterwähnung:

1284

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • curtis (1284)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3456391, 5607410
UTM: 32 U 456334 5605607
WGS84: 50.600724° N, 8.382984° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532008050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 3780, davon 3123 Wald
  • 1885 (Hektar): 996, davon 294 Ackerland (= 29.52 %), 81 Wiesen (= 8.13 %), 552 Holzungen (= 55.42 %)
  • 1961 (Hektar): 1002, davon 550 Wald (= 54.89 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 528 evangelische Einwohner, 2 Katholiken, 26 Juden
  • 1961: 3772, davon 2778 evangelisch (= 73.65 %), 879 katholisch (= 23.30 %)
  • 1970: 4829 Einwohner

Diagramme:

Ehringshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein
  • 1816: Königreich Preußen, Provinz Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Greifenstein
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Ehringshausen)
  • 1879: Amtsgericht Ehringshausen
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Herrschaft:

Im Zuge des solmsischen Teilungsvertrages des Jahres 1432 kommt Ehringshausen an Graf Johann von Solms (Solmser Urkunden 1 Nr. 996).

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Ehringshausen, Gemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Ehringshausen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1284 vermacht Widukind von Lichtenstein dem Stift Wetzlar Einkünfte aus seinen Hof Ehringshausen.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1526: zum Kirchspiel von Dillheim gehörig

Bekenntniswechsel:

Da 1526 Filial von Dillheim, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Dillheimer Pfarrer Johannes Zaunschliffer ab 1524.

Juden:

1812: 27, 1816: 31, 1824: 40, 1843:44, 1851: 30 Juden, 1875-76: fünf Familien mit fünf Kindern (16 Steuerzahler), 1933: 43 Juden

Synagoge

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8389> (Stand: 29.4.2024)