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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 95. Steinau

Eckardroth

Stadtteil · 190 m über NN
Gemeinde Bad Soden-Salmünster, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12,2 km südwestlich von Schlüchtern

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer der Salz

Historische Namensformen:

  • Ekharterode (1356)
  • Eckartrode (1384)
  • Ecketerode (1447)
  • Eckenrode (1558)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3526552, 5576120
UTM: 32 U 526467 5574329
WGS84: 50.32047° N, 9.371779° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435002040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 167, davon 62 Acker (= 37.13 %), 31 Wiesen (= 18.56 %), 57 Holzungen (= 34.13 %)
  • 1961 (Hektar): 168, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 34 Feuerstellen mit 447 Einwohnern
  • 1885: 436, davon 6 evangelisch (= 1.38 %), 391 katholisch (= 89.68 %), 39 Juden (= 8.94 %)
  • 1961: 520, davon 48 evangelisch (= 9.23 %), 471 katholisch (= 90.58 %)
  • 1970: 532

Diagramme:

Eckardroth: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Freiherr von Hutten zum Stolzenberg, Huttischer Grund (Eigentum)
  • 1803: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt Salmünster
  • 1806-1810: Primatialstaat Karl Theodor von Dalbergs im Rheinbund, Fürstentum Fulda, Amt Salmünster
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Stadt und Amt Salmünster
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Salmünster
  • 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Schlüchtern

Gericht:

  • 1822: Justizamt Salmünster (Gericht Romsthal)
  • 1867: Amtsgericht Salmünster
  • 1968: Amtsgericht Schlüchtern

Gemeindeentwicklung:

Seit 01.04.1972 Ortsteil der Stadt Bad Soden bei Salmünster, seit 01.07.1974 Stadt Bad Soden-Salmünster.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Nach einem Bericht von 1814 war Eckardroth Allod derer von Hutten.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Eingepfarrt nach Romsthal.

Bekenntniswechsel:

Der Ort blieb katholisch.

Juden:

Provinzial Rabbinat Hanau, der Ort bildet zusammen mit Romsthal eine Gemeinde.

1861: 94; 1905: 37 Juden. 1925/26 verlassen die letzten Juden den Ort.

Erste Juden wahrscheinlich seit Mitte des 18. Jahrhunderts ansässig.

Im Ort befand sich die Synagoge für beide Orte, sie wurde 1936 verkauft.

Berufe: Händler und Handwerker

Der Friedhof der Gemeinde lag in der Gemarkung Eckardroth. Angelegt wurde dieser vor 1750. (alemannia-judaica)

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Stellen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Eckardroth, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12518> (Stand: 31.3.2022)