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Historisches Ortslexikon

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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 16. Büdingen
Gerichtsstätten
Düdelsheim, Gerichtslinde

Weitere Informationen

Düdelsheim

Stadtteil · 131 m über NN
Gemeinde Büdingen, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km westlich von Büdingen

Lage und Verkehrslage:

Am Seemenbach gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Gießen – Gelnhausen ("Lahn-Kinzig-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 30.10.1870).

Ersterwähnung:

792

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (792)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3502134, 5573001
UTM: 32 U 502058 5571211
WGS84: 50.293022° N, 9.028898° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440004070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 4781, davon 2321 Acker, 804 Wiesen, 1539 Wald, 3 Weinberge
  • 1961 (Hektar): 1194, davon 342 Wald (= 28.64 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 2017, davon 1738 evangelisch (= 86.17 %), 243 katholisch (= 12.05 %)
  • 1970: 2097 Einwohner

Diagramme:

Düdelsheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 792: Wettereiba (in pago Wetdereiba)
  • 1787: Grafschaft Isenburg-Büdingen, Amt Büdingen, Gericht Düdelsheim
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Büdingen, Gericht Düdelsheim
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Büdingen (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Büdingen (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1820: standesherrliches Amt Büdingen
  • 1822: landgericht Büdingen
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Stadt Büdingen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 792 erhält Kloster Lorsch Privatbesitz in Düdelsheim.
  • 1219 bestätigt Papst Honorius III. dem Kloster Konradsdorf seine Besitzungen, u.a. Kapelle und Hufe zu Düdelsheim.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1219: Kapelle
  • 1358: Pleban

Patronat:

1219: Kloster Konradsdorf

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation: Anfang der 1540er Jahre

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Betz bis 1554

Reformierter Bekenntniswechsel: 1601 durch Wolfgang Ernst I. zu Isenburg-Birstein, 1635 wieder lutherisch unter hessen-darmstädtischer Herrschaft, 1642 wieder reformiert unter Isenburger Herrschaft

Seit 1817 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Maint, Archidiakonat von St. Mariengreden (Propst von St. Konradsdorf)

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit vier Klassen, Schulhaus von 1880

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Düdelsheim, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11950> (Stand: 17.3.2025)