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Historisches Ortslexikon

Dortelweil

Stadtteil · 120 m über NN
Gemeinde Bad Vilbel, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14,5 km südlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer der Nidda.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Kassel - Frankfurt am Main ("Main-Weser-Bahn") seit 1850 (mittlerweile nur noch Halt von S-Bahnen).

Ersterwähnung:

789

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (784-803)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3482343, 5563496
UTM: 32 U 482275 5561710
WGS84: 50.207311° N, 8.75161° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440003020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1845 (Hektar): 520,1, davon 505,5 kultiviertes Land (Garten, Acker- und Waldboden)
  • 1961 (Hektar): 523, davon 1 Wald (= 0.19 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 81 Feuerstellen, 448 Einwohner
  • 1961: 1690, davon 1062 evangelisch (= 62.84 %), 588 katholisch (= 34.79 %)
  • 1970: 2126 Einwohner

Diagramme:

Dortelweil: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 789: Niddagau (in pago Nitachgouue)
  • 838: Niddagau (in pago Nitachgouue)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Frankfurt, Landdistriktmarie Frankfurt
  • 1815: Freie Stadt Frankfurt
  • 1866: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Vilbel
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1820: Stadtgericht Frankfurt
  • 1866/67: Landgericht Vilbel
  • 1879: Amtsgericht Vilbel

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Bad Vilbel.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Zwischen 789 und 838 erhält Kloster Lorsch Privatschenkungen in Dortelweil.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Im 13. Jahrhundert Kirche
  • 1420: Pastor

Patronat:

Eppstein, im 13. Jahrhundert zu Lehen gegeben an die von Vilbel und Cronberg, später allein Cronberg.

1461: Solms-Lich

1548: Solms-Laubach

Bekenntniswechsel:

Der Ort war um 1545 noch katholisch.

Erster evangelischer Pfarrer: Antonius Wigand vor 1550 und bis 1576

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Peter in Mainz, Dekanat Eschborn

Kultur

Schulen:

1586 Errichtung einer Schule; Schulmeister: Johannes Butzbach 1586-1606; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1893

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dortelweil, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12077> (Stand: 29.4.2024)