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Herzogtum Nassau 1819 – 30. Feldberg

Dorfweil

Ortsteil · 412 m über NN
Gemeinde Schmitten, Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km südöstlich von Bad Homburg

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt 1,4 km südwestlich von Schmitten.

Ersterwähnung:

772

Historische Namensformen:

  • Wilina, in (772) [2. Hälfte XII Jh., Codex Laureshamensis III, Nr. 3170 = 3686dd]
  • Wilna (um 1215-1222) [Kopialbuch von St. Stephan, Mainz: Rotulus iurium et bonorum ecclesiae Sancti Stephani Moguntinae/Cartulaire de St. Etienne de Mayence. Nationalbibliothek Paris, Fonds Latin Nr. 17 794, S. 183-185. Teilabdruck bei Bodmann, Rheingauische Alterthümer 1, S. 43 Anm. k]

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (um 1215-1222)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3461311, 5571594
UTM: 32 U 461252 5569805
WGS84: 50.279107° N, 8.456172° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434009030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 368, davon 87 Acker (= 23.64 %), 43 Wiesen (= 11.68 %), 215 Holzungen (= 58.42 %)
  • 1961 (Hektar): 368, davon 216 Wald (= 58.70 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 363, davon 338 evangelisch (= 93.11 %), 1 katholisch (= 0.28 %), 24 andere Christen (= 6.61 %)
  • 1961: 343, davon 295 evangelisch (= 86.01 %), 38 katholisch (= 11.08 %)
  • 1970: 413 Einwohner

Diagramme:

Dorfweil: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 772: Lahngau (in pago Logenehe)
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Grafschaft Usingen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Usingen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VII (Kreisamt Idstein)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Usingen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Usingen
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Usingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Usingen

Gericht:

  • Vom 15. bis Anfang des 18. Jahrhundert zum Stockheimer Obergericht gehörig.
  • 1816: Amt Usingen
  • 1849: Justizamt Usingen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Usingen
  • 1867: Amtsgericht Usingen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Schmitten zusammengeschlossen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 772 schenkte die Edelfrau Rachilt ihre Besitzungen zu Dorfweil dem Kloster Lorsch.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich zu Pfarrei Schloßborn, Anfang des 13. Jahrhunderts jedoch zur Pfarrei Usingen gehörig.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in Nassau-Weilburg ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Mainzer Archidiakonat Mariagreden, Dekanat Friedberg gehörig.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dorfweil, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11372> (Stand: 16.10.2018)