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Historisches Ortslexikon

Dietzenbach

Stadt · 150 m über NN
Gemeinde Dietzenbach, Landkreis Offenbach 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10 km südlich von Offenbach

Lage und Verkehrslage:

Endbahnhof der Eisenbahnlinie Offenbach/Bieber – Dietzenbach (Inbetriebnahme der Strecke 1.12.1898) bis zur Stilllegung der Strecke für Personenverkehr am 18.6.1982.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1437)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3484143, 5541443
UTM: 32 U 484074 5539666
WGS84: 50.0091° N, 8.777741° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

438001000

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 7950, davon 3869 Acker, 1157 Wiesen, 2695 Wald
  • 1961 (Hektar): 2166, davon 843 Wald (= 38.92 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 1239 Einwohner
  • 1961: 6303, davon 4566 evangelisch (= 72.44 %), 1154 katholisch (= 18.31 %)
  • 1970: 12449

Diagramme:

Dietzenbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1576: Röder Mark
  • 1773: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Schaafheim
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Schaafheim
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Schaafheim
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Schaafheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Schafheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Langen
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach

Altkreis:

Offenbach

Gericht:

  • Cent Niederroden
  • 1821: Landgericht Langen
  • 1879: Amtsgericht Langen
  • 1948: Amtsgericht Offenbach

Herrschaft:

Dietzenbach erhielt 1970 Stadtrechte.

Gemeindeentwicklung:

Seit 1970 zur Stadt Dietzenbach gehörig.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (1210-1220) schenkt Lifried, Pastor in Preungesheim, dem Kloster Patershausen in Dietzenbach 1 Manus mit Zubehör
  • 1270 kauft das Kloster weitere Güter von Heinrich Claudicans von Dietzenbach
  • 1576 hat Hanau Fron, Bede und Steuer
  • 1802 besitzt Kloster Seligenstadt 20 Morgen abgaben- aber nicht zehntfreie Acker.

Zehntverhältnisse:

um 1270 hat Arnold Buure ein Drittel des Zehnten von Gerhard von Eppstein zu Lehen, im 13. Jahrhundert Burkhard Wizenkirchen und sein Bruder

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • um 1270: Kirche
  • 1344: Hermann rector parochalis ecclesiae

Patrozinien:

  • Martinus; Ulrich; Wendelinus

Pfarrzugehörigkeit:

Zum Pfarrsprengel gehörten: Ippingshausen, Messenhausen, Hartingshofen und Richolfshausen

Patronat:

um 1270 besitzen die Herren von Eppstein das Patronat, 1405 die Grafen von Hanau

1736 Landgrafen von Hessen-Darmstadt

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Michael Montbort um 1561, möglicherweise seit 1545 Pfarrer in Dietzenbach.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau

Juden:

1830: 8, 1905: 28, 1927: 23 Juden

Kultur

Schulen:

Schulmeister: Michael Grimmel um 1587; 1910 Volkssschule mit acht Klassen, Schulhäuser von 1878 und 1906

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Seit 2002 ist Dietzenbach Sitz der Verwaltung des Landkreises Offenbach.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dietzenbach, Landkreis Offenbach“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14113> (Stand: 12.3.2025)