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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
11654533X
Riesser, Jakob [ID = 7351]
- * 17.11.1853 Sachsenhausen heute Frankfurt am Main, † 6.5.1932 Berlin, jüdisch; evangelisch
Prof. Dr. jur. – Bankier, Finanzwissenschaftler, Professor, Parlamentarier, Politiker - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Städtischen Gymnasiums in Frankfurt am Main
- 1872-1875 Studium der Rechte an den Universitäten Heidelberg, Leipzig und Göttingen
- 1875 Doktor der Rechtswissenschaften
- 1879 Gerichtsassessor
- 1880-1888 Rechtsanwalt in Frankfurt am Main
- 1888-1904 juristischer Direktor und Vorstandsmitglied der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank), dann Aufsichtsratsvorsitzender, Mitglied zahlreicher weiterer Aufsichtsräte
- 1901 Mitgründer und Präsident des Centralverbands des deutschen Bank- und Bankiergewerbes, 1930 Ehren-Präsident
- 1905 ordentlicher Honorarprofessor für Handels- und Finanzwissenschaft an die Universität Berlin
- 1922-1927 Vorsitzender der Juristischen Gesellschaft Berlin und Mitglied in der ständigen Deputation des Deutschen Juristentages
- 1909 Mitgründer und bis 1920 Vorsitzender des Hansa-Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie
- 1903 Mitglied im Zentralvorstand der Nationalliberalen Partei
- Mitglied im Zentralvorstand der DVP, 1928 Ehrenmitglied des Zentralvorstands
- 15.6.1916-November 1918 (bei einer Nachwahl) Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Baden 12: Heidelberg, Mosbach (Nationalliberale Partei)
- Januar 1919-Juni 1920 Mitglied der Verfassungsgebenden Nationalversammlung für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau (DVP)
- Juni 1920-Mai 1928 Mitglied des Deutschen Reichstages, bis 1924 für den Wahlkreis 21: Hessen-Nassau, danach über den Reichswahlvorschlag der Deutschen Volkspartei
- 1921-1928 Vizepräsident des Reichstags
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Funktion:
- Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1916-1918
- Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1920-1928
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Netzwerk:
- Goldschmidt, Lewin <Lehrer>, GND, * Danzig 30.5.1829, † Bad Wilhelmshöhe, heute Kassel 16.7.1897, Jurist und Handelsrechtler, ab 1866 ordentlicher Professor an der Universität Heidelberg, 1875-1877 Mitglied des Deutschen Reichstages
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Lebensorte:
- Bockenheim; Sachsenhausen; Frankfurt am Main; Heidelberg; Leipzig; Göttingen; Berlin
- Familie ↑
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Vater:
Riesser, Raphael, geboren Hamburg, gestorben Frankfurt am Main 22.4.1886, 81 Jahre alt, begraben Frankfurt am Main, jüdischer Friedhof, 28.4.1886, verheiratet Hamburg 17.6.1835, seit 1840 in Bockenheim bei Frankfurt am Main lebend, seit 1845 in Frankfurt am Main-Sachsenhausen
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Mutter:
Geber, Pauline, * Hamburg 1.7.1816, gestorben Frankfurt am Main 10.4.1894, Tochter des Samuel Geber, * Hamburg 1.7.1816, Kaufmann, und der Henriette Friedländer
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Partner:
- Edinger, Emilie, (⚭ 1879, standesamtlich 4.7.1880) ermordet im Konzentrationslager 1944, trat am 2.2.1940 unter dem Druck der Gestapo aus der Israelitischen Kultusvereinigung Berlin aus, Tochter des Marcus Edinger, 1820–1879, Kaufmann in Worms, 1865-1876 Mitglied des hessischen Landtags, und der Julie Hochstaedter
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Verwandte:
- Riesser, Otto* Ludwig Maximilian <Sohn>, 1882–1949, Doktor der Philosophie et Doktor der Medizin, Professor der Pharmakologie
- Riesser, Hans* Eduard <Sohn>, 1887–1969, Doktor der Rechtswissenschaften, seit 1918 im Auswärtigen Dienst des Deutschen Reiches, 1919-1921 Legationssekretär in Oslo, 1921-1923 in Washington D.C., 1923-1926 Gesandtschaftsrat in Riga, 1926-1933 in Paris, 1933 entlassen, 1950-1952 stellvertretender Generalkonsul der BRD in New York, 1952 Generalkonsul und ständiger Beobachter bei der UNO, Pseudonym Hans Eduard Lichten
- Ruge, Gabriele, geb. Riesser <Tochter>, verheiratet mit Albert Ruge, Oberregierungsrat
- Riesser, Gabriel <Onkel>, 1806-1863, Jurist, Verleger, Politiker, Abgeordneter
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 903 Nr. 10391 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1886, Nr. 1060)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10473 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1894, Nr. 969)
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003, S. 609 f. (Reinhold Zilch)
- Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch, Münster 2004, S. 335 f.
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 2/2, Marburg 1993, S. 2105
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 373 f.
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Bildquelle:
Bundesarchiv, Bild 183-2007-0307-508 / Sellin, Erich / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-2007-0307-508, Jacob Riesser, CC BY-SA 3.0 DE
- Zitierweise ↑
- „Riesser, Jakob“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11654533X> (Stand: 6.5.2026)
