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Historisches Ortslexikon

Burgbracht

Ortsteil · 322 m über NN
Gemeinde Kefenrod, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km nordöstlich von Büdingen

Lage und Verkehrslage:

Am Oberlauf der Bracht gelegen

Bezeichnung der Siedlung:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Burg Bracht

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3518450, 5581279
UTM: 32 U 518368 5579486
WGS84: 50.367157° N, 9.258269° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440013020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1590, davon 682 Acker, 578 Wiesen,298 Wald
  • 1961 (Hektar): 405, davon 109 Wald (= 26.91 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 230, davon 205 evangelisch (= 89.13 %), 21 katholisch (= 9.13 %)
  • 1970: 234 Einwohner

Diagramme:

Burgbracht: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Isenburg-Birstein, Amt Wenings, Gericht Wenings
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Wenings (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Wenings (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1787: Gericht Wenings
  • 1820: standesherrliches Amt Büdingen
  • 1822: Landgericht Büdingen
  • 1879: Amtsgericht Büdingen

Herrschaft:

1334 trägt Hermann v. Lißberg gegen 1000 Pfund Heller dem Herzog Heinrich von Bayern den Lißbergischen Teil an Burgbracht auf [Battenberg, Isenburger Urkunden 1 Nr. 418 und 423]. 1473 bekennt Graf Ludwig [II.] von Isenburg-Büdingen, dass er Burg (Slos) Bracht und das darunter gelegene Städtlein (Stetlin) von dem Pfalzgrafen Friedrich [I.] bei Rhein zu Lehen erhalten hat. Im gleichen Jahr trägt Hans von Rodenstein die Lißberger Hälfte von Pfalzgraf Friedrich bei Rhein zu Lehen [HStAM Urk. 96 Nr. 139].

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Kefenrod

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1419: Kaplan zu Burgbracht

Pfarrzugehörigkeit:

zu Hitzkirchen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Hitzkirchen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Hitzkirchener Pfarrer Jakob Sartorius (Schneider) Anfang der 1540er Jahre.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Mariengreden in Mainz, Dekanat Roßdorf, Sendbezirk Hitzkirchen

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Burgbracht, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11883> (Stand: 13.3.2022)